Willibald-Gluck-Gymnasium

Abiturfahrt nach Rom 2019

Die Teilnehmer

Unsere Abifahrt begann im Gegensatz zu den meisten anderen Fahrten zu einer völlig humanen Uhrzeit am Montag Nachmittag um 15:00 Uhr am Neumarkter Bahnhof. Von dort ging es zum Flughafen München, wo unser Flugzeug um 19:25 Uhr abhob und uns zum „Fiumicino Aeroporto“ in Rom brachte. Nach einer halben Stunde Zugfahrt und 10 Minuten Fußmarsch bei 35°C kamen wir gegen 23:00 Uhr im „Hotel Stella“ an und waren schon ziemlich erschöpft, ohne auch nur ein Stückchen Rom gesehen zu haben.

Am Dienstag starteten wir um 8:00 Uhr mit der Metro in den Vatikan, genauer gesagt in den Petersdom und wagten den Aufstieg in dessen Kuppel, um die ganze Dimension der Kirche erfahrenzu können. Daraufhin führte uns Frau Birzer (die sich als das römische Wikipedia auf Beinen entpuppte) mit vielen Insider-Informationen durch den Petersdom, in dem zum Glück noch verhältnismäßig erträgliche Temperaturen herrschten. Anschließend folgte eine kurze Mittagspause und dann der Fußmarsch zum Colosseum und durch das Forum Romanum, das dem ein oder anderem aus dem Latein-Buch bekannt war. Als letzten Programmpunkt des Nachmittags besuchten wir das Nationaldenkmal „Monumento Vittorio Emmanuele“ (von den Italienern abfällig als „Schreibmaschine“ bezeichnet) und konnten dank des Panoramaaufzugs vom Dach aus nun schon zum zweiten Mal Rom von oben bestaunen. Danach fuhren wir mit einem der überfüllten Busse zurück zum Hotel, um uns dort kurz zu entspannen und frisch zu machen, bevor es um 19:30 Uhr zum gemeinsamen Abendessen ging. Nachdem dann alle ihren Wein ausgetrunken hatten, spazierten wir noch im Dunklen durch Rom, vorbei an der Spanischen Treppe und dem Trevibrunnen zur Eisdiele „Giolitti“, in der bei 150 Eissorten für jeden etwas dabei war.

Den Mittwoch begannen wir wieder im Vatikan, diesmal mit einem Rundgang in den Vatikanischen Museen, der in der Sixtinische Kapelle endete. Nach ausgiebiger Auseinandersetzung mit deren Deckengemälden fuhren wir zum Campo de' Fiori, um dort auf unsere Bitte hin eine zweistündige Mittagspause einzulegen. Um 14:00 Uhr fuhren wir mit dem Bus an den Rand der Stadt und gingen zu den Domitilla-Katakomben, wobei wir von einem heftigen Regenschauer überrascht wurden und uns an einer Tankstelle unterstellen mussten. Dort bekamen wir zusammen mit einer anderen deutschen Schulklasse eine Führung, bei der wir einen kleinen Abschnitt der 17km langen Gänge (von insgesamt 170km freigelegten Gängen unter Rom) ablaufen durften, um uns ein Bild vom gigantischen Ausmaß der antiken christlichen Begräbnisstätten machen zu können und uns bei unveränderlichen 18°C von den heißen Außentemperaturen zu erholen. Genau wie am ersten Tag aßen wir nach einem kurzen Aufenthalt im Hotel gemeinsam zu Abend und gönnten uns anschließend ein paar Kugeln italienisches Eis.

Am Donnerstag fuhren wir mit dem Zug nach Castel Gandolfo, einer kleinen Stadt in den Bergen, und besichtigten die Sommerresidenz des Papstes, die zu einem Museum umgebaut worden war. Nachmittags gingen wir zur Entspannung an den Albaner See und fuhren gegen 16:00 Uhr zurück nach Rom, wo wir den restlichen Tag zur freien Verfügung hatten.

An unserem letzten Tag besichtigten wir vormittags ein paar Kirchen und das Kapitol und wurden mittags wieder freigestellt, um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden und uns für das Picknick am Abend einzudecken. Wer Lust hatte, konnte noch mit den Lehrern auf die Engelsburg gehen, wobei dieses Angebot bis auf eine Ausnahme nicht genutzt wurde, da die meisten mittlerweile genug vom Kulturprogramm hatten. Den letzten Abend verbrachten wir auf dem Pincio, von dem man einen tollen Blick auf den Sonnenuntergang hinter dem Petersdom hatte und noch einmal die Atmosphäre der Stadt aufnehmen konnte.

Am Samstag flogen wir mittags zurück nach München und wurden von 17°C und Regen begrüßt... Insgesamt hätten wir uns während unserer Zeit in Rom oftmals ein paar Grad weniger gewünscht und hätten ohne die in der Stadt verteilten Trinkwasserbrunnen wohl kaum überlebt. Trotzdem waren wir von den vielen antiken Bauwerken, dem itlaienischen Flair und dem guten Essen begeistert und werden die Abifahrt auf jeden Fall in guter Erinnerung behalten!