Willibald-Gluck-Gymnasium

Junge Forscher ausgezeichnet

Der Regionalwettbewerb war in diesem Jahr zugleich auch die letzte Runde des Wettbewerbs Jugend forscht / Schüler experimentieren: Corona-bedingt mussten die weiteren Runden auf Landes- und Bundesebene in diesem Jahr leider entfallen. Dennoch sind wir wieder stolz auf unsere insgesamt 19 Teilnehmer beim Wettbewerb Jugend forscht / Schüler experimentieren und freuen uns über zahlreiche Auszeichnungen: Unter den Jugend-forscht-Teilnehmer*innen (über 15 Jahre) waren die Fachbereiche Biologie mit zwei 3. Preisen, Chemie mit einem 2. und einem 3. Preis, sowie Geografie und Mathematik/Informatik mit je einem 3. Preis vertreten. Die Teams der Altersgruppe Schüler experimentieren erreichten einen 2. Preis in der Kategorie Technik sowie drei Sonderpreise, u.a. für „Interdisziplinäres Arbeiten“ und „Reset Plastic“.

Unsere Teilnehmer der Altersgruppe "Jugend forscht"

Dritter Preis in Biologie

Lena Forster ermittelte die Bakterienbelastung auf Smartphones und wurde für ihre Arbeit mit einem 3. Preis im Fachgebiet Biologie ausgezeichnet. In Zusammenarbeit mit einer Klinik bestimmte sie nicht nur die Menge an Bakterien, sondern konnte die gefundenen Bakterien auch identifizieren. Überdies prüfte sie verschiedene Reinigungsverfahren und Hygienegewohnheiten auf ihre Wirksamkeit.

Dritter Preis in Biologie

Justus Dittmar wurde für seine Arbeit über die Auswirkungen von Koffeinkonsum (in Kaffee) auf die Konzentrationsfähigkeit mit einem 3. Platz im Fachgebiet Biologie ausgezeichnet. Nach einem anerkannten psychologisch evaluierten Verfahren testete der Schüler die Konzentrationsleistung von regelmäßig kaffeetrinkenden und nicht kaffeetrinkenden Oberstufenschüler*innen jeweils ohne und nach Kaffeekonsum. Ergebnis: V.a. nicht an Koffein gewöhnte Personen können durch Koffeinkon-sum ihre Konzentrationsfähigkeit kurzzeitig erhöhen. Gewöhnung reduziert diesen Effekt.

Dritter Preis in Chemie

Jannis Lucht erzielte eine 3. Platzierung im Fachbereich Chemie. Dafür stellte er seinen eigenen Met aus Blütenhonig her und untersuchte den Gärprozess, der dabei abläuft: Während der alkoholischen Gärung wird Glucose (Traubenzucker) unter der Bildung von Kohlenstoffdioxid zu Trinkalkohol (Ethanol) vergoren. Den Reaktionsfortschritt konnte er einerseits über die Abnahme des Glucose-Gehalts, andererseits über die Menge des entstandenen Trinkalkohols beobachten.

Dritter Preis in Geografie

Oliver Dorr organisierte einen Pausenverkauf mit regionalen und Bio-Produkten am WGG und verglich diesen im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit mit einem Pausenverkauf, bei dem nur konventionelle Produkte angeboten wurden. Seine gewissenhafte und engagierte Arbeit wurde von der Jury mit einem 3. Preis im Fach Geografie honoriert.

Dritter Preis in Mathematik

Michaela Blomeier untersuchte im Rahmen ihrer W-Seminararbeit die Joukowski Transformation und erhielt für ihre Arbeit einen 3. Preis im Fachbereich Mathematik. Mit dieser Funktion kann man Querschnitte von Tragflächen von Flugzeugen modellieren. Michaela lernte im Rahmen ihrer Arbeit viele wichtige und anspruchsvolle mathematische Inhalte kennen, z.B. was holomorphe Funktionen sind. Diese erstaunliche Eigenschaft komplexwertiger Funktionen besitzt im Reellen kein Pendant. Und dennoch ist sie Voraussetzung für die Differenzierbarkeit von Funktionen. Michaela setzte verschiedene Software ein, darunter ein von der NASA entwickeltes Programm, um die Joukowski Transformation darzustellen. Daneben programmierte sie in Excel selbst eine Datei zur Darstellung der Joukowski Transformation.

Außerdem sind folgende Teilnehmer mit Sonderpreisen bedacht worden:

Sonderpreis Chemie

Vannessa Klein stellte durch ihre gewissenhafte und sorgfältige experimentelle Vorgehensweise Acetylsalicylsäure (Aspirin®) in einer Reinheit dar, die manch käufliches (nicht pharmazeutisches) Produkt übertrifft.

Sonderpreis Biologie

Alina Jung erforschte u.a. die Auswirkungen von Zeitdruck bei Leistungstests. Ein wesentliches Ergebnis ihrer gewissenhaften und sorgfältigen Analyse war der Beleg, dass sich Zeitdruck negativ auf die Leistungsfähigkeit auswirkt. Dies sollte bei Prüfungssituationen in der Schule unbedingt berücksichtigt werden!

Sonderpreis Biologie

Tobias Fietzek (Biologie). In den letzten Jahren wurde vermehrt über Antibiotika-Resistenzen einzelner Bakterienstämme berichtet. Deshalb untersucht man in der Forschung u.a. Wirkstoffe, die beispielsweise manche Pflanzen für die Abwehr gegen Bakterien nutzen. Tobias erforschte die Wirkung unterschiedlicher Pflanzenmaterialien auf ausgewählte Bakterienstämme und konnte nachweisen, dass beispielsweise das Baumharz einer Fichte eine bakterienabtötende Wirkung entfaltet.

Unsere Teilnehmer der Altersgruppe "Schüler experimentieren"

Sonderpreis Reset plastic

Tobias Engels und Mattis Popp machten sich in ihrem Projekt Gedanken, wie man Plastikmüll aus kleinen Gewässern auf eine einfache Art entfernen kann. Zu diesem Zweck bauten sie ein altes ferngesteuertes Motorboot zu einem „Müllsammler“ um, indem sie an das Boot zwei lange Ausleger und Fangnetze anbrachten. Für ihren Beitrag zum Umweltschutz ist das Team „clean the water“ mit dem Sonderpreis „Reset Plastic“ ausgezeichnet worden.

Sonderpreis Interdisziplinäres Arbeiten

Die beiden Tüftler Marc-Aurel Janke und Dominic Tölle standen zu Beginn des Schuljahres vor einer gewaltigen Aufgabe, als sie beschlossen, einen Roboter zu bauen, der die Tafel beschriften kann. In viel Eigenarbeit und zahlreichen Arbeitsstunden gelang es ihnen, aus Lego-Mindstorm-Technik in Kombination mit selbstgefertigten Teilen einen Roboter zu realisieren. Doch damit war ihr Projekt erst zu Hälfte fertig gestellt, denn nun mussten die beiden dem Roboter ja noch das Schreiben beibringen. Dies erforderte von den beiden Schülern der sechsten, bzw. fünften Klasse einiges an Geschick im Umgang mit Programmiersprache und -umgebung. Ihre fertig gestellte Erfindung zeigte allen, auch der Jury, dass die viele Arbeit sich gelohnt hatte: Zusammen erhielten sie den „Sonderpreis für Interdisziplinäres Arbeiten“.

Vögel füttern

Schon wieder muss man raus und das Vogelfutter im Futterhaus nachfüllen - wer kennt das Problem nicht? Man müsste doch ein sich selbst befüllendes Vogelhaus entwickeln. Genau das dachten sich auch Felix Gammel, Leonhard Gelo und Fynn Pätzold. Handwerklich geschickt schreinerten die drei Jungs ein großräumiges Vogelhaus zusammen. Ein alter Fischfutterautomat vom Opa wurde zum Vogelfutterautomat umfunktioniert und schon war die Konstruktion fertig. Als kleines Gadget ist zudem eine Wildkamera verbaut, um zu überprüfen, welche Vogelart denn nun am meisten frisst.

Gekühlte Getränke bei der nächsten Fahrradtour im Hochsommer mitten im Nirgendwo? Kein Problem! Max Greiner, Benedikt Herbolzheimer, Louis Jahn und Finley Wächter entwickelten auf Basis der Kühlung mit Peltierelementen einen Flaschenkühler für das Fahrrad. Die Stromversorgung kann dabei wahlweise über eine Powerbank oder über eine Solarzelle erfolgen. In der gut isolierten Box lässt sich auch bei hohen Außentemperaturen eine Getränkeflasche angenehm kühl halten.

Konstantin Krzikowski ist ein leidenschaftlicher Angler. Für sein Hobby entwickelte Konstantin ein Futterboot, mit dem er ferngesteuert Futter zum Anlocken der Fische und auch den passenden Haken punktgenau an den gewünschten Angelplatz ausfahren kann. Zum Bau des Bootes recycelte er dabei nur ausrangierte Bauteile aus alten, ferngesteuerten Autos oder Hubschraubern. Viel Zeit und Arbeit ist dabei auch auf die elektrische Schaltung der Motoren, der Lenkung und für den ferngesteuerten Auslöser der Futterklappe aufgewendet worden. Sein Boot wurde von der Jury mit dem 2. Preis im Fachgebiet Technik ausgezeichnet. Petri Heil!

Wie wirkt sich der Anstieg der Kohlenstoffdioxid-Konzentration in der Luft auf das Wachstum der Pflanzen aus? Dieser Frage sind Moritz Schrader und David-Nikolai Schmidt in einer Versuchsreihe auf den Grund gegangen. Die beiden beobachteten das Wachstum von Kresse in geschlossenen Gefäßen mit unterschiedlich hohen CO2-Konzentrationen. Für ihre klassische Forschungsarbeit sind die beiden mit einem Sonderpreis, ein Jahresabonnement von GEOlino, ausgezeichnet worden. Herzlichen Glückwunsch zu den Erfolgen und viel Freude am weiteren Forschen und Tüfteln!

J. Liedtke, T. Linzmaier, N. Mann, A. Thumann, T. Wagner