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Franz-Josef Schulte
Ferienlager, Geheimdienst und Apartheid:Büchervorstellung Kinder- und JugendliteraturTobias ist sauer: Sein Vater will ihn in ein Ferienlager "abschieben". Und das obwohl Tobias Schlafsäle, Geländespiele und Küchendienst hasst! Doch dann lernt er ein paar nette Jungs kennen, genießt die Abende am Lagerfeuer und trifft Charlotte[1] ...
Alex dagegen wird zum britischen Geheimdienst zitiert. Was er dort erfährt, verändert sein Leben: Sein verstorbener Onkel war ein Top-Agent, der ihm einen ungelösten Fall hinterlassen hat[2] … Und Sara wird Ende der vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts von einer Burenfamilie als deutsche Kriegswaise adoptiert. Doch als ihre Papiere ein halbes Jahr später eintreffen und sich herausstellt, dass sie Jüdin ist, entzieht der Familienvater, Mitglied der nationalistischen Apartheidregierung, ihr seine Liebe[3]... Drei von vielen spannenden und interessanten Geschichten, die der ausgewiesene Kinder- und Jugendbuchkenner Franz-Josef Schulte im November und Dezember 2010 am Willibald-Gluck-Gymnasium präsentierte. Das WGG und der Elternbeirat hatten Schüler der 5.-9. Klassen zu vier Büchervorstellungen eingeladen. Der Regionalbeauftragte für Leseförderung Studienrat Dr. Steffen Arzberger kooperierte hierfür mit Jörg Ritter, dem Geschäftsführer der Buchhandlung Boegl, die auch die Kosten der Lesungen übernahm. Für die 5./6. Jahrgangsstufe und die 7./8. Jahrgangsstufe wurde je ein Abendtermin eingerichtet, der sich an Schüler und Eltern wandte. Für je vier neunte Klassen wurden zwei verpflichtende Vormittagstermine organisiert.
In allen vier Veranstaltungen machte Franz Josef Schulte Lust aufs Lesen, indem er auf gewinnende Art aktuelle Kinder- bzw. Jugendbücher vorstellte, sehr persönlich besprach und Abschnitte daraus vorlas, natürlich jeweils, ohne den Schluss zu verraten.
Steffen Arzberger
[1]
Anthony Horowitz: Stormbreaker. 7. Aufl. Ravensburg: Ravensburger
Buchverlag, 2008 [2]
Jochen Till: Fette Ferien. Neuauflage: Ravensburg: Ravensburger Buchverlag,
2010 [3]
Ruth Weiss: Meine Schwester Sara. München: dtv, 2004
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