JuFo 2011

Mit insgesamt 13 Projekten war das WGG in diesem Jahr wieder sehr gut beim Wettbewerb
Jugend forscht vertreten. Die insgesamt acht Preise, darunter ein erster und ein dritter Preis
sowie drei nur je einmal vergebene Sonderpreise zeigen, dass die naturwissenschaftliche
Ausbildung am WGG von hoher Qualität ist.
Philip Dienstbier, Regionalsieg im Fachgebiet Physik und Sonderpreis für
zerstörungsfreie Materialprüfung
Thema: Untersuchung eines Sensors für optische Oberflächenvermessung auf größeren Messfeldern
Die an der Universität Erlangen-Nürnberg entwickelte
SIM-Messtechnik zur optischen 3D-
Oberflächenvermessung soll auf größeren
Messfeldern hinsichtlich der erreichbaren Genauigkeit
untersucht werden. Hierzu habe ich einen
angepassten Aufbau mit kommerziellen
Videoobjektiven umgesetzt und anschließend
experimentell und theoretisch die verschiedenen
Faktoren auf die Genauigkeit untersucht. Dies ist für
eine zukünftige Optimierung und Beurteilung des
Sensors notwendig.
Das Sensorkonzept ist deswegen sehr interessant, da
sowohl raue als auch glatte Objekte mit starken
Neigungen sehr genau vermessen werden können, wie
es z.B. in der Produktkontrolle notwendig ist. Es stellt sich heraus, dass mit dem jetzigen
Aufbau bereits lokale Höhenunterschiede von nur einem Mikrometer messen lassen, das ist
ca. 1/60 der dicke eines menschlichen Haares.
Ergänzung vom 6.6.11: 2. Preis beim Bundeswettbewerb
Katharina Grasruck, 3. Preis im Fachgebiet Biologie
Thema: Gewichtsreduktion im Leistungs- und Breitensport am Beispiel Ringen
In meinem Jugend forscht - Projekt habe ich mich mit
dem Thema der Gewichtsreduktion vor Wettkämpen
im Ringsport beschäftigt. Dabei haben mich zunächst
die akuten und unmittelbaren Auswirkungen auf den
Körper und die Leistungsfähigkeit interessiert. In
erster Linie folgt auf den Wassermangel eine
Verdickung des Blutes und damit eine momentane
Verringerung der Leistung. Ob sich die
Gewichtsentwicklung eines erfolgreichen Ringers
während seiner Pubertät vom deutschen
Durchschnitt unterscheidet, war eine weitere,
interessante Fragestellung, die eine eindeutige Tendenz zum Untergewicht aufzeigt und
somit den Beleg für negative Langzeitfolgen liefert. Sinnvolle Gewichtsreduktion kann nur
mithilfe einer speziellen Ernährungsumstellung erfolgen.
Christoph Klebl, Sonderpreis Umwelt und Nachhaltigkeit (Fachbereich
Biologie)
Thema: Vergleich der verursachten Treibhausgasemissionen des Mensaessens am WGG und OG für den
Zeitraum einer Woche mit drei selbst entworfenen Szenarien
Meine Arbeit behandelt den Vergleich der verursachten
Treibhausgasemissionen des Mensaessens des Willibald-
Gluck- und des Ostendorfer-Gymnasiums für den
Zeitraum einer Woche mit drei von mir erstellten
Szenarien. Hierzu habe ich einen repräsentativen
Wochenmenüplan der Mensa erstellt, welcher ein
vegetarisches Gericht und ein Fleischgericht pro Tag
enthält sowie einen fiktiven Menüplan, bei welchem die
Fleischgerichte auf zwei pro Woche reduziert wurden,
einen, der ausschließlich vegetarische Gerichte enthält
und einen, der dem repräsentativen Wochenmenüplan
gleich ist, bei welchem jedoch bei allen Lebensmitteln ein ökologischer Anbau angenommen
wird. Ziel war es herauszufinden, welche Menüplangestaltung vor dem Hintergrund der
größtmöglichen Einsparung von Emissionen wünschenswert wäre. Die schlechteste
Klimabilanz hat der repräsentative Wochenmenüplan, durch welchen 722 kg CO2 pro Woche
emittiert werden, gefolgt von dem ökologischem Menüplan mit 627 kg CO2, dem und dem
Szenario "Fleischreduktion" mit 546 kg CO2. Am klimafreundlichsten wäre eine Umstellung
auf den vegetarischen Menüplan, welcher 405 kg CO2 pro Woche verursachen würde.
Thomas Haubner, Sonderpreis Nachwachsende Rohstoffe (Fachbereich
Chemie)
Thema: Herstellung von Bioethanol der 2. Generation
Bei der Arbeit geht es darum, aus den Reststoffen
Stroh, Holzresten und Altpapier Bioethanol zu
gewinnen, welches als Ersatzstoff für Benzin
verwendet werden kann. Hierbei wurden zwei
Verfahren getestet: Zum einen ein enzymatisches
Verfahren, bei dem das Enzym "Cellulase" benutzt
wurde und zum anderen ein saures Verfahren,
mittels "Schwefelsäure". Auf Grund der Messwerte
des entstandenen Bioethanols wurden die
Verfahren bezüglich ihrer Rentabilität verglichen.
Nicolas Leitmann, Sonderpreis des Lions-Club Neumarkt (Fachbereich
Biologie)
Thema: Verhaltensbeobachtungen an
Schwarzschwanzpräriehunden
Ralph Auer und Andreas Blank, Sonderpreis des Lions-Club Neumarkt
(Fachbereich Chemie)
Thema: Käseherstellung und Analyse von Bio-Bier
Stefan Meier, Sonderpreis des Lions-Club Neumarkt
(Fachbereich Mathematik und Informatik)
Thema: Metaheuristiken zur optimalen Berücksichtigung von
Schülerwünschen bei der computergestützten Bildung von Schulklassen
Zielsetzung des Projekts war es, mit Hilfe sogenannter
Metaheuristiken möglichst optimale Schulklassen zu bilden.
Optimale Klassen zeichnen sich z.B. durch die Erfüllung möglichst
vieler Schüler-Wünsche sowie der gemeinsamen Zugehörigkeit
mehrerer Schüler zum gleichen Ort aus.
So war die Quote erfüllter Wünsche bei zufällig erstellten Klassen
bei ca. 10-15% und konnte durch Verwendung der
Metaheuristiken "Lokale Suche", "Simulated Annealing" und
"Tabu-Search" auf bis zu 90% angehoben werden
Folgende Schüler hatten sich ebenfalls bei Jugend forscht engagiert
Clemens Hübner, Fachbereich Mathematik und Informatik
Thema: Einwegfunktionen
Im Rahmen meines "Jugend forscht"-Projekts
beschäftigte ich mich im mit Einwegfunktionen.
Dabei handelt es sich um eine spezielle Art von
Funktionen, die zwar einfach zu berechnen, jedoch
nicht effizient umkehrbar sind. Neben
verschiedenen Kandidaten für Einwegfunktionen
beschäftigte ich mich mit deren Anwendung, die
besonders in der asymmetrischen Verschlüsselung
liegt.
Felix Hartmann, Fachbereich Mathematik und Informatik
Thema: Mathematische Modellierung von Wachstums- und Zerfallsprozessen
Im Rahmen dieser Arbeit habe ich mich mit einem
ganz alltäglichen Problem beschäftigt:
Wie stelle ich die mich ständig umgebenden
Wachstums- & Zerfallsprozesse in einer
angemessenen mathematischen Weise dar?
Dazu wurden diverse Hilfsmittel aus dem
"Werkzeugkasten" der Mathematik herangezogen
um zu zeigen, dass kein noch so unscheinbarer
Vorgang nicht durch Mathematik dargestellt
werden kann. Eine der wichtigsten Anwendungen
in dieser Arbeit war die Differentialgleichung
(DGL), die der Grundbaustein bei der Ermittlung
eines jeden Wachstums- oder Zerfallsprozesses ist.
Als Beispiele wurden einfache Funktionen, wie sie sich zum Beispiel beim Bierschaumzerfall
finden lassen (einfaches, negatives, exponentielles Wachstum), aber auch komplexere
Zusammenhänge wie zum Beispiel das logistische Wachstum untersucht. Sonderfälle wie sie
beim Vergifteten Wachstum oder dem Wachstum mit Selbstvergiftung vorzufinden sind,
wurden ebenfalls im Teilbereich der Aufgaben abgehandelt.
Maximilian Ochsenkühn, Fachbereich Biologie
Thema: Thermonastie bei Gänseblümchen
Die Nastie des Gänseblümchens wird durch einen
äußeren Reiz (Temperatur) ausgelöst und ruft
eine Lageveränderung hervor. Neben Öffnungs-
und Schließbewegung durch Turgordruck-
veränderungen innerhalb der Zellen kommt es
auch zu einer Wachstumsbewegung der
Blütenblätter.
In Versuchen wird die nastische Bewegung des
Gänseblümchens dann als rein thermonastisch
nachgewiesen. Desweiteren wird auch der
Einfluss von anderen Umweltfaktoren auf die
Öffnungs- und Schließbewegung untersucht.
Sowohl Wasserentzug, als auch niedrige Temperaturen und Lichtentzug wirken sich auf die
Zeit, die das Gänseblümchen zur Lageveränderung benötigt, verlängernd aus.
Isabella Kuntermann, Fachbereich Biologie
Thema: Lernverhalten von Hunden
Tanja Elger, Fachbereich Chemie
Julian Dharma, Fachbereich Chemie
Thema: Untersuchung der Enzymaktivität in diversen Pflanzensäften