Willibald-Gluck-Gymnasium

Projekt „Gemeinschaft – gemeinsam schaffen“ in München ausgezeichnet

Wie gehabt: Die Kooperation von Schülergruppen der Schwarzachtal-Schule in Berg und des Willibald-Gluck-Gymnasiums Neumarkt im Rahmen von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist erneut im Münchner Kultusministerium mit einem ersten Preis ausgezeichnet worden. Der Kampf gegen Mobbing und die Stärkung von Gemeinschaft und Miteinander an Schulen ist wichtiger denn je. Das spiegelt sich auch in über siebzig am Wettbewerb „Mobben stoppen“ des Landesschülerrats (LSR) mit Unterstützung des Kultusministeriums teilnehmenden Schulen wieder.

Schülergruppe in München

Dieses Jahr – nun in dritter Runde – stand die Aktion unter dem Untertitel „Werte stärken“. Und wie bereits im letzten Jahr mit ihrem über die Landkreisgrenzen für Aufmerksamkeit sorgenden Flashmob überzeugten die Schüler/innen der Mittelschule und des Gymnasiums durch Idee, Konzeption, Umsetzung und Weiterführung einer Initiative gegen Mobbing und für ein besseres Miteinander.

Im Rahmen des Projekts „Gemeinschaft – gemeinsam schaffen“ erarbeiteten die Schüler/innen zusammen mit Trainerin Magdalena Steib und ihren betreuenden Lehrkräften Markus Fügl, Andrea Fügl und Dr. Thomas J. Kraus Bausteine und Gesamtkonzeption eines Gemeinschaftstrainings für Grundschulklassen. Natürlich musste alles auch selbst ausprobiert werden, wobei der gemeinsame Spaßfaktor der Mittelschüler und Gymnasiasten nicht zu kurz kam.

An zwei Tagen – Montag und Dienstag – durften die Schüler/innen dann in den Klassen eins mit vier der Grundschulen in Berg und Sindlbach arbeiten. Die Problematik von Missverständnissen, die Wahrnehmung von Ausgrenzung, das Erfahrbarmachen von Gemeinschaft und die Lösung von konkreten Konflikten mit der Friedenstreppe sind nur einige wesentliche Bausteine des Projekts mit den Grundschülern. Und wie wertvoll die Aktion letztlich war, kam nicht zuletzt durch eindrucksvolle Rückmeldungen aller am Projekt Beteiligten ebenso zum Ausdruck. Es konnten sogar wirkliche Fälle von Ausgrenzung an Ort und Stelle gemeinsam auf den Weg hin zu einer Lösung gebracht werden.

In München selbst waren wir – Lehrkräfte und Schüler/innen – umso erfreuter, dass auch die Mädchenrealschule Neumarkt in der Kategorie Realschule einen ersten Platz für ihre Projekte (u.a. einen Rap zu I-N-T-E-G-R-A-T-I-O-N) erhielt. Das ermutigt auch selbst zu weiteren Initiativen. Demnächst wird „Gemeinschaft – gemeinsam schaffen“ nochmals in jenen Klassen aufgefrischt, in denen bereits im Juli miteinander gearbeitet wurde, während in den ersten Klassen das Projekt wie gehabt erfahrbar gemacht wird. Doch damit nicht genug: Es folgen noch Lehrerfortbildungen über das Projekt und die Einbettung einzelner Bausteine in das Gemeinschaftstraining der fünften und sechsten Klassen am Gymnasium.

Auch außerhalb Neumarkts stößt das Projekt auf Interesse, nicht nur wegen der Auszeichnung in München, die Schüler/innen und ihre Betreuer/innen freut und Motivation für weitere Schritte ist. Das Preisgeld wird für einen gemeinsamen Workshop von Mittelschüler/innen und Gymnasiasten verwendet, aus dem dann neue, innovative Initiativen hervorgehen werden. Man darf gespannt sein.

Thomas J. Kraus