Willibald-Gluck-Gymnasium

„Servus, Israel! שלום, Bayern!“ Studientag Israel im Bayerischen Landtag

Auf Einladung und nach Vorauswahl des Bayerischen Landtags machte sich eine Delegation der beiden Partnerschulen, der Schwarzachtal-Schule in Berg und des Willibald-Gluck-Gymnasiums Neumarkt, auf den Weg nach München: Am 19. März 2013 sollte ein Studientag über Partnerschaften zwischen Bayern und Israel, genauer aber über bayerische und israelische Schulen informieren und zu weiteren, näheren und engeren Kontakten motivieren. Und schließlich basiert die enge Schulkooperation ja auch auf dem Status und der Selbstverpflichtung „Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage zu sein. Tja, was hört man nicht so alles, was gibt es nicht stets zu lesen und was suggerieren eindrucksstarke Fernsehbilder: Panzer, Steine werfende Jugendliche, Gewalt, Eskalationen, gegenseitige Verachtung … Militärs und „Kämpfer“ werden interviewt, Politiker sprechen markige Worte. Doch was denken, leben und fühlen die normalen Menschen? Was ist mit der Mehrheit? Und was wäre eine Nachricht wie „Und in Palästina und in Israel gab es heute nur normales Miteinander, denn die meisten Menschen leben und wollen einfach nur Frieden miteinander“? Nein, das wäre keine Nachricht wert. Und genau das ist letztlich die Motivation, sich intensiver mit der Möglichkeit eines Austausches mit einer israelischen Schule zu beschäftigen.

Nach Grußworten (v.a. durch Barbara Stamm, MdL, Präsidentin des Bayerischen Landtags, und Tibor Shalev Schlosser, Generalkonsul des Staates Israel) und einführenden Vorträgen über Normalitäten und Besonderheiten des Lebens in Israel boten diverse Workshops detaillierte Informationen für Austausche, P-Seminare und Kontakte mit israelischen Schulen. Beeindruckend jedoch war gerade die Offenheit und hohe Motivation israelischer Jugendlicher, die zeitgleich dem Tag beiwohnten, deren Aufgeschlossenheit dem Leben in Deutschland und der dortigen Jugendlichen gegenüber, dem offenen Umgang mit der eigenen Geschichte, Identität und momentanen politischen Lage im Land. Ja, das klingt sehr gut. Und warum nicht Israel? Warum eigentlich nicht? Welch ein Land, welche kulturellen Schätze, welch diffuse und diverse religiöse Hintergründe und welch ein Lehrstück von enggeführter medialer Berichterstattung und wirklichem Miteinander … Wer weiß, den beiden Schulen würde ein Austausch und eine intensive Auseinandersetzung mit Land und Leuten sehr gut gut, insbesondere den Jugendlichen und Lehrkräften selbst. Das war gen Ende einhellige Meinung. Wir bleiben dran und wer weiß …!

Thomas J. Kraus

P.S.: Und wen trifft man dann so dort? Zwei ehemalige WGGler mit Klaus Neunhoeffer, jetzt Schulleiter des Paul-Pfinzing-Gymnasiums Hersbruck, und Florian Beyer, persönlicher Referent des Präsidenten des Bayerischen Jugendrings (Matthias Fack). Schön!