Willibald-Gluck-Gymnasium

Wahlkurs Schach

Warum man Schach spielen sollte, das schrieb Benjamin Franklin, der Erfinder des Blitzableiters und einer der Gründungsväter der USA, exemplarisch vor rund zweihundert Jahren im ersten Schachbuch seines Landes: Durch Schach übe man sich in „Vorsorge, die ein wenig in die Zukunft blickt“. Weiter trainiere man „Umsicht, die das ganze Schachbrett prüfend betrachtet.“ Daneben komme man zu Erfolg durch „Vorsicht, die uns davon abhält, unsere Züge allzu hastig zu machen.“ Schließlich erlerne man am Beispiel Schach, „uns nicht entmutigen zu lassen, wenn es gegenwärtig den Anschein hat, als stünde es um unsere Dinge schlecht, die Lebensregel, auf eine günstige Wendung zu hoffen, und die, beharrlich fortzufahren, nach Auswegen zu suchen.“

18 Schülerinnen und Schüler ließen sich heuer nicht entmutigen, sich einmal wöchentlich mit der Strategie und Taktik in der Theorie zu beschäftigen und in der Praxis zu erproben, auch wenn man vor allem im Spiel manchmal den Kürzeren zog. So gelang es fast allen im Laufe des Kurses das Brackeler Bauern-, Springer-, Läufer- oder gar Turmdiplom zu erwerben. Soweit zur Theorie. Doch auch die Praxis kam nicht zu kurz.

In vielen kleinen und großen Turnieren wurde sie erprobt. Hier eine kurze Chronologie:

  • 30. November 2012: Schulschachmeisterschaften der Oberpfalz in Regensburg mit 18 Schülern:
    • WK I – Platz 3 (von 10 Mannschaften)
    • WK II – unbesetzt
    • WK III – 10. Platz (von 28 Mannschaften)
    • WK IV - 4. Platz und 23. Platz (von 34 Mannschaften)
  • Nikolausblitzturnier am 12. Dezember 2012: Sieger im Turnier mit nur fünf Minuten Bedenkzeit pro Spieler war hier Paul Neppert vor Lorenz Schilay und Max Hermann
  • 9. März 2013: Bayerische Schulschachmeisterschaften am Goethe-Gymnasium Regensburg: Die Mannschaft in der Aufstellung: Kevin Beesk, Michael Gottlieb, Marc Röhrer, Thomas Fritsch und Dinh Xuan Thong belegte den 4. Platz, obwohl sie nur über einen Freiplatz ins Turnier gerutscht war.
  • März 2013 Osterhasenturnier: 1. Lorenz Schilay 2. Paul Neppert 3. Johanna Mederer. Vor allem für letztere war das ein toller Erfolg als bestes Mädchen von immerhin fünf Mädchen, die in diesem Schuljahr den Schachkurs besuchten.

F.X. Beer