Willibald-Gluck-Gymnasium

Exkursion zum Physik-Lernforschungslabor der Universität Regensburg

Erster Schultag nach den Weihnachtsferien - und keine Schule! Zumindest nicht für uns, die Klasse 10b. Wir begaben uns zusammen mit Herrn Lindner auf eine Exkursion an die Fakultät Physik der Uni Regensburg. Vier Unterrichtsstunden zum Thema Wucht/Impuls, begleitet von einer Kamera. Ein Versuch von Christian Maurer zur Unterrichtsverbesserung. Und so begann dieser besondere Unterricht gleich mit etwas ungewölhnlichem: Wir schrieben einen Test! Am Anfang der Stunde, ohne jemals zuvor etwas über das Thema Impuls gehört zu haben. Glücklicherweise ging es danach etwas "normaler" weiter. Nach kurzer Einführung in die Rolle der Wucht in Alltagssituationen, wie beispielsweise bei Autounfällen, durften wir sofort experimentieren. Dazu bekamen wir einen Baukasten mit einer schiefen Bahn zum Schwung holen für unseren Wagen, eine Lichtschranke zum Zeitmessen und einen Eisenklotz, den es umzufahren galt. Die Masse des Wagens war bekannt, die Geschwindigkeit wurde gesucht. Der Wagen sollte genauso schnell bzw. langsam fahren, dass der Eisenklotz "gerade so" umfällt. Hatten wir die perfekte Geschwindigkeit dafür herausgefunden, sollten wir den Zusammenhang zwischen Masse und Geschwindigkeit im Bezug auf die Wucht erforschen. Unsere Ergebnisse fassten wir zusammen und präsentierten sie. Gemeinsam wurde das Herausgefundene besprochen. Anschließend rechneten wir noch einige Beispielaufgaben fürs Verständnis. Und dann: Schreck lass nach! Wir schrieben nochmal einen Test, denselben wie zu Beginn. Diesmal wussten wir natürlich mehr und konnten die Fragen sicherer beantworten. Kurz darauf wurden wir auch schon in die wohlverdiente Mittagspause entlassen. In der Unipizzeria oder bei einer Leberkäsesemmel am Kiosk stärkten wir uns nach diesen äußerst interessanten, aber auch anstrengenden Physikstunden.

Schler beim Versuch

Ausklingen ließen wir den Tag an der Universität mit einer Führung im Magnet- und Tieftemperatur- Labor. Ein letztes Experiment bestand darin, ein Eisenstück, getrennt durch ein Stück Serviette, auf einen starken Magneten zu legen und es mit eiskaltem, flüssigem Stickstoff zu übergießen. Wenn man dann die Serviette herauszog, kam man aus dem Staunen nicht mehr heraus: Das Eisenstück schwebte! Dieses Phänomen wurde uns als Supraleitung erklärt.

Alle im Labor

Anschließend ging es schon wieder zurück zum Bahnhof. Auf dem Heimweg im Zug wurden noch die letzten ungeklärten Dinge diskutiert. Und schon war unser besonderer Schultag vorbei. Ergebnis: Eine äußerst interessante und bereichernde Exkursion mit dem netten Nebeneffekt, etwas über den Impuls zu erfahren, dass man später in der Schule nicht mehr lernen muss, weil man es schon kann. Unser Wunsch: Öfter solche abwechslungsreichen Ausflüge in den Schulalltag mit einzubauen! Von Eva Herrmann, 10b