Willibald-Gluck-Gymnasium

Pausenphysik - Wunderkerzenschein

„Wie schmücken Physiklehrer zur Adventszeit ihre Physiksammlung?“

Diese Frage beantworteten Herr Liedtke und Frau Englert in der Pausenphysik 2017 vor Weihnachten: Auf zwei Eisenstangen liegt ein Stab aus elektrisch leitendem Graphit, der von elektrischem Strom durchflossen wird. Dadurch sprühen an den beiden Enden Funken – wie bei einer Wunderkerze! Ein schöner Anblick. Durch einen Magneten kann man sogar den Stab auf den beiden Eisenstäben wie auf Schienen hin- und herrollen lassen. (Für die Älteren unter euch: Grund ist die Kraft, die auf einen stromdurchflossenen Leiter in einem senkrecht gerichteten Magnetfeld wirkt. Die Richtung findet ihr mit der Handregel heraus.)

Dann greift Herr Liedtke zum Graphitstab und will ihn von den beiden Eisenstangen heben. „Ist das nicht gefährlich?“, fragt seine Kollegin besorgt die Schüler im voll besetzten Physiksaal. Bekommt Herr Liedtke, einen elektrischen Schlag, wenn er mit seiner Hand beide Eisenstangen berührt und damit den elektrischen Stromkreis fließt? Wenn doch die Funken sprühen, muss der Strom doch ziemlich groß sein?

So viel sei verraten: Bis auf dass der Graphitstab durch die Wärmewirkung des elektrischen Stroms sehr heiß wurde und Herr Liedtke zusehen musste, dass er sich nicht die Finger verbrennt, ist ihm nichts passiert. Auch nicht als er seine Hand auf beide Stangen gelegt hat- der elektrische Widerstand von Liedtkes Hand war einfach viel größer als der des Graphitstabes. Somit wurde der Stromfluss durch die Hand des Physiklehrers so stark begrenzt, dass keine Gefahr für Leib und Leben bestand.

Ulrike Englert, Josef Liedtke