Willibald-Gluck-Gymnasium

im Schuljahr 2014/15

Frau Englert geht ein Licht auf

Im vollen Physiksaal ging es in der Pausenphysik im April `15 wieder einmal um‘s Kochen. „Wie funktioniert eigentlich ein Induktionsherd?“, fragte Frau Englert in die Runde, dabei kochte bereits Wasser auf dem Herd. Frau Englert nahm den Topf vom Kochfeld und legte die Hand auf die Stelle, an der der Topf stand- ohne sich die Finger zu verbrennen! Im Gegensatz zu herkömmlichen Kochplatten wird eine Induktionsplatte nicht heiß und kann doch Wasser zum Kochen bringen…

Unter dem Glaskochfeld befindet sich eine Spule, die von einem hochfrequenten Wechselstrom durchflossen wird (Frequenz angeben!). Die Jüngeren unter euch könnnen sich einen Elektromagneten vorstellen, bei dem sich ständig Nord- und Südpol vertauschen. Wenn sich ein Stromkreis mit einer Spule in der Nähe befindet, bewirkt das magnetische Wechselfeld durch Induktion einen Stromfluss. So leuchtet eine Glühbirne in einem geschlossenen Stromkreis mit einer Spule, wenn die Spule in die Nähe der Induktionsplatte gebracht wird! So funktioniert beispielsweise auch eine Schütteltaschenlampe.

Genauso verhält es sich, wenn ein Topf aus Eisen auf dem Induktionsherd steht. Da Eisen ein stromleitendes Material ist, fließen durch Induktion elektrische Ströme, die den Topfboden und damit den Topf mitsamt seinen Inhalt erwärmen. Des Weiteren wird der Topfboden durch den schnellen Wechsel von Nord- und Südpol der Spule im Induktionsherd ständig magnetisiert. Im Topfboden wechseln also auch immer wieder Nord- und Südpol, was zusätzlich eine Erwärmung des Topfbodens bewirkt.

Ist euch nun auch ein Licht aufgegangen? "