Willibald-Gluck-Gymnasium

Kurzbericht vom Murnauer Moos

Das Murnauer Moos ist das größte zusammenhängende naturnah erhaltene Moorgebiet Mitteleuropas. Diese Landschaft bildete sich in der Eiszeit durch den Loisachgletscher. Als sich der Gletscher vor etwa 15.000 bis 10.000 Jahren zurückzog, entstand ein nacheiszeitlicher Zungenbeckensee.

Blick auf das Murnauer Moos: Nieder- und Hochmoor
Blick auf das Murnauer Moos: Nieder- und Hochmoor

Im Laufe der Zeit verlandete der See und es entwickelte sich eine ausgedehnte Moorfläche, bestehend aus Streuwiesen, Nieder- und Hochmooren.

Hochmoor bei Westried
Hochmoor bei Westried

Die Aufgaben des Moores sind der Klima-, Hochwasser- und Artenschutz

Naturnahe Moore sind die größten Kohlenstoffspeicher pro Flächeneinheit. Sie binden pro Hektar sechsmal so viel CO2 wie Wald.

Renaturierungsfläche, CO2-Speicher
Renaturierungsfläche, CO2-Speicher

Nach dem 2. Weltkrieg wurde bis Ende der 1960er Jahre im Hochmoor Torf für Heizungszwecke der Murnauer Bevölkerung gestochen. Seit 1980 ist das Moor ein Naturschutzgebiet. 2001 begann man mit der Renaturierung des Hochmoores, indem Entwässerungsgräben geschlossen wurden. So kommt es zur Wiedervernässung der ehemaligen Torfstichflächen und das Moor kann pro Jahr um 1 mm wachsen. Die Renaturierung ist eine Maßnahme gegen die fortschreitende Klimaerwärmung.
Hartmut Schnuchel

Ameise im Sonnentau gefangen
Ameise im Sonnentau gefangen
Sonnenuntergang im überfluteten Murnauer Moos, Hochwasserschutz
Sonnenuntergang im überfluteten Murnauer Moos, Hochwasserschutz