Willibald-Gluck-Gymnasium

2. Preis beim Dr. Hans Riegel-Fachpreis im Bereich Chemie für Sebnem Aldogans „Wintergrünöl“

Zusammen mit ihrem Abitur erhält die Schülerin Sebnem Aldogan einen 2. Preis der Dr. Hans-Riegel–Stiftung im Fachbereich Chemie. Mit ihrer Arbeit über Wintergrünöl, die im Rahmen des W-Seminars „Aspirin“ unter der Betreuung Herrn Arnold entstand, konnte Sebnem Aldogan die Jury der Universität Erlangen überzeugen. Als Beste unter den 2. Preisträgern erhält Frau Aldogan außerdem ein Preisgeld von 400 Euro. Mit der Auszeichnung würdigt die Jury bei der Schülerin die Formulierung einer klaren Themenstellung, eine überzeugende, aussagekräftige Gliederung der Arbeit, die Darstellung des aktuellen Wissensstands, den klar erkennbaren Eigenanteil mit Experimenten und die Fähigkeit, die eigenen Erkenntnisse kritisch zu reflektieren.
Wintergrünöl (oder: Gaultheriaöl) wird mittels Wasserdampfdestillation aus den Blättern der Gattungen Pyroly (Wintergrün) und Gaultheria (Scheinbeere) gewonnen. Gaultheria enthält Methylsalicylat, das aus chemischer Sicht große Ähnlichkeit mit Acetylsalicylsäure, dem Wirkstoff von Aspirin, besitzt und wird in der Alternativmedizin häufig äußerlich gegen rheumatische Beschwerden eingesetzt.

Die Dr. Hans Riegel-Fachpreise zeichnen schulische vorwissenschaftliche Arbeiten aus. In Zusammenarbeit mit 17 deutschen und österreichischen Hochschulen fördert die Stiftung Talente beim Übergang von der Schule zur Universität. Mit diesem Engagement sollen Talente entdeckt, die MINT-Fächer gefördert und Bildungsträger regional besser vernetzt werden. Dazu bietet die Dr. Hans Riegel-Stiftung seit 2012 den Preisträgerinnen und Preisträgern weitere Treffen und Seminarangebote mit unterschiedlichen naturwissenschaftlichen Fokussierungen und Möglichkeiten an.

Kurzinterview mit Sebnem Aldogan:

Warum hast du dich für das W-Seminar Chemie entschieden?
Chemie hat mir schon immer Spaß gemacht und insbesondere das Thema „Aspirin“ hat mich angesprochen. Ich wollte mehr über dieses verbreitete und in vielen Therapien angewandte Medikament wissen. Außerdem beschäftigt sich meine Mutter viel mit Heilmitteln – auch im Gegensatz zu klassischen Medikamenten – und daher kommt auch mein Interesse für das Thema.

Was war für dich das Wichtigste in diesen eineinhalb Jahren W-Seminar?
Spannend fand ich vor allem, den Alltagsbezug der Naturwissenschaften zu erkennen, wie die Erkenntnisse und Ergebnisse naturwissenschaftlicher Forschung in unserem alltäglichen Leben eine wichtige Rolle spielen.

Experimentelles Arbeiten ist für viele Schüler eine Herausforderung. Hattest du anfangs auch Bedenken?
Anfangs hatte ich schon Respekt vor dem praktischen Experimentieren. Aber im Laufe der Zeit habe ich gelernt, mit den Stoffen und Geräten sicher umzugehen. Das praktische Arbeiten hat mir immer Spaß gemacht, man braucht aber auch etwas Geduld. Glücklicherweise haben meine Versuche immer relativ schnell geklappt.

Was bedeutet dir der Preis?
Ich war schon überrascht, als der Anruf von Herrn Arnold kam, dass ich Preisträgerin wurde. Vor allem über die damit ausgedrückte Anerkennung habe ich mich sehr gefreut, das Preisgeld war mir nicht so wichtig.

Was wirst du mit dem Preisgeld machen?
Erst mal werde ich mit meiner Familie Essen gehen und den Erfolg feiern. Und den Rest des Geldes erst mal auf die Seite legen.

Tobias Linzmaier