Willibald-Gluck-Gymnasium

Waldtag der 10. Klassen 2016

Pressemitteilung des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Neumarkt i.d.OPf., vom 22.06.2016

Waldnaturschutz – Nachhaltigkeit - Klimawandel
Lernen am Wald für einen zukunftsweisenden Umgang mit Natur und Umwelt
Waldtag der 10. Klassen des Willibald-Gluck-Gymnasiums in Zusammenarbeit mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Neumarkt i.d.OPf.

Energiewende, Rohstoffknappheit und die daran gekoppelten politischen und gesellschaftlichen Diskussionen machen deutlich, welche Fragen für die Menschheit in den nächsten Jahrzehnten wichtig sein werden. Die Schüler der 10. Klassen des Willibald-Gluck-Gymnasiums hatten die Möglichkeit in einem Waldtag im Rahmen des Biologieunterrichtes Antworten und mögliche Lösungswege am Beispiel des Waldes als großflächiges, naturnahes Ökosystem spielerisch selbst zu erleben. Dabei spielten Fragen zum Klimawandel und Naturschutz im Wald eine wichtige Rolle.

Dieser Waldtag wurde heuer zum 5. Mal als Gemeinschaftsaktion des WGG und des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten durchgeführt. Er geht zurück auf eine Initiative der Biologielehrer Tobias Linzmaier, zugleich Umweltbeauftragter des WGG und Eva Hußmann. Von Seiten des Amtes ist Forstoberinspektor Jürgen Wohlfarth als Bildungsbeauftragter der Ansprechpartner, der zusammen mit den Revierförstern Oliver Kuhn, Tobias Dendl und Bernhard Raschka den Waldtag gestaltete.

aufmerksames Lauschen

Für einen Tag Waldbesitzer:
Die Schüler analysierten in Gruppen einen Waldbestand nach den natürlichen Wuchsvoraussetzungen, den vorkommenden Tieren und Pflanzen und den vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten.
In der Zusammenfassung galt es dann abzuwägen, was an Holz genutzt werden kann, ohne den anderen Lebewesen des Ökosystems ihre Grundlage zu entziehen. Die Diskussion über ihre Vorschläge zeigt, wie es in unserem dicht besiedelten Mitteleuropa möglich ist, die Funktion des Waldes als natürlichen Lebensraum für heimische Pflanzen zu erhalten, den Schutz des Bodens und des Trinkwassers zu gewährleisten und einen Erholungsraum zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig den nachwachsenden Rohstoff Holz zu ernten.

Holz kocht
Die Schüler hatten die Aufgabe, einen Topf mit einem Liter Wasser mit Holz zum Kochen zu bringen. Auf dem einfachen offenen Holzfeuer dauerte es lange und es war viel Brennmaterial notwendig. Schneller und effizienter ging es mit einer Blechdose als Kaminröhre über dem Feuer. Die Schlussfolgerung war, intelligenter Rohstoffeinsatz spart Ressourcen.

Koche, koche.

Was gehört wem im Wald?
In der Aktivität „Was gehört wem im Wald?“ schlüpfen die Schüler in die Rollen verschiedener Interessensgruppen: z. B. Erholungssuchende, Jäger, Waldbesitzer, Staat und Umweltschützer. Alle haben ihre besonderen Interessen und die daraus entstehenden Konflikte mussten von den Schülern geklärt werden. Eine Diskussion und faire Kompromisse halfen dabei weiter als die offene Konfrontation.