Willibald-Gluck-Gymnasium

Jugend forscht 2017

WGG erfolgreich bei Jugend forscht!

Über zwei Regionalsiege und einige Buchpreise konnten sich unsere Schüler freuen, die im Februar 2017 beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ teilgenommen haben. Mit sieben Projekten waren heuer die jungen Forscher des WGG am Start, darunter 5 Projekte in der Kategorie „Schüler experimentieren“ für die Jüngeren.

Schüler experimentieren

Regionalsieg Biologie: Darja Prieb, Antonia Hierl (beide 7c)

Darja Prieb und Antonia Hierl lieben fleischfressende Pflanzen, was die beiden zum Anlass nahmen, diese ganz genau unter die Lupe bzw. unter das Mikroskop zu nehmen. Die Mädchen untersuchten verschiedene „Karnivoren“: die Venusfliegenfalle, die Kannenpflanze und die Schlauchpflanze. Mit Hilfe eines chemischen Nachweises konnten die Mädchen zeigen, dass die „Magensäure“ der Pflanzen ein Enzym enthält, das von der Aminosäure Glutamin, die bei der Verdauung durch die Zerlegung von Eiweiß entsteht, Ammonium abspaltet. Für ihre ganzheitliche Sicht auf die fleischfressenden Pflanzen wurden Antonia und Darja mit dem 1. Platz im Fachgebiet „Biologie“ ausgezeichnet.

Regionalsieg Physik: Luana Dallhammer (6d), Norah Ehrenberger (7f), Anina Englert (7c)

Einen zweiten Regionalsieg erlangten Luana Dallhammer, Norah Ehrenberger und Anina Englert mit ihrem Projekt „Rund um das Gummibärchen“. Was mussten die armen kleinen Kerle alles ertragen: sie wurden in verschiedene Flüssigkeiten eingelegt, mit Strom durchsetzt und langgezogen. Dabei stellten die drei Mädchen fest: „Ein Gummibärchen hat einen Widerstand von 10 M𝛀 und wächst am besten in ganz normalem Leitungswasser. Es kann mehr als doppelt so lang werden. Gummischnüre eignen sich übrigens nicht als Kraftmesser, denn sie leiern aus.“ Norah und Anina nahmen bereits zum 3. Mal erfolgreich am Wettbewerb teil.

Buchpreis Chemie: Franziska Uratnik, Katharina Schmeißer (beide 7e)

Franziska Uratnik war ebenso im vergangenen Jahren erfolgreiche Teilnehmerin am Wettbewerb Schüler experimentieren und ist in diesem Jahr zusammen mit ihrer Klassenkameradin Katharina Schmeißer beim Projekt „Farbenkiller“ der Frage nachgegangen, wie sich verschiedene Filzstiftfarben verändern, wenn man sie mit Tintenkiller behandelt.

Fachgebiet Arbeitswelt: Niklas Richter(7a), Nathanael Schwab (9c), Philipp Krönert (8c)

Nathanael Schwab und Philipp Krönert waren bereits zum 5. Mal in Folge bei „Schüler experimentieren“ dabei! Mit Niklas Richter bauten die Jungen eine „Variable Linse“ aus einem Kondom und einem Stickrahmen auf, in das sie mit einer Spritze mal mehr oder weniger Wasser einfüllen konnten. Dadurch lässt sich der Brennpunkt der Linse verändern. Mit dieser Linse könne man flexibel kostensparend experimentieren, so die Meinung der drei Schüler

Fachgebiet Chemie: Joel Dombert (6d), Jermaine Weißbach (6e)

Als erstmalige Teilnehmer befassten sich Joel Dombert und Jermaine Weißbach mit Käse. Bei ihren Untersuchungen fanden sie heraus, dass man mit Mozzarella über 3m lange Fäden erzeugen kann. Außerdem stellten sie einen interessanten Zusammenhang zwischen Dicke, Käsesorte und Reißfestigkeit der Fäden her.

Jugend forscht

Für die Vorstellung ihrer Seminararbeiten aus dem W-Seminar „Digitalelektronik“ erhielten Tobias Beck und Marcel Livotto (beide Q12) jeweils einen Buchpreis im Fachgebiet Physik.

Tobias Beck beschäftigte sich mit der „Gleichrichtung und Glättung“ von Wechselspannungen. Die dabei von ihm theoretisch untersuchten Prinzipien werden in jedem Netzgerät (z.B. zum Aufladen von Handy-Akkus) verwendet: Brückengleichrichtung, Glättung und Siebung der Wechselspannung zu einer "glatten" Gleichspannung. Besonders intensiv untersuchte er die Einflüsse verschiedener Parameter auf die sogenannte "Brummspannung".

Marcel Livotto befasste sich in seiner Arbeit mit der „4-Bit-Addition“. Sie ist die Grundlage aller Taschenrechner und PC. Zusätzlich zur Theorie, dem Verständnis für das Zusammenspiel der logischen Schaltungen, baute Marcel auch ein Rechenwerk aus den entsprechenden ICs auf. Zur besseren Veranschaulichung der Ergebnisse verwendete er Sieben-Segment-Anzeigen, zur Umwandlung der Binärzahlen analysierte er den dafür verwendeten "Double-Dabble"-Algorithmus.

U. Englert, T. Linzmaier, M. Zieris

Fotos: privat