Willibald-Gluck-Gymnasium

WGG erfolgreich bei Jugend forscht 2015

Mit insgesamt 11 Projekten und 20 Teilnehmern war das WGG in diesem Jahr wieder sehr gut beim Wettbewerb Jugend forscht / Schüler experimentieren 2015 vertreten. Von dem Jubiläums-Motto „Es geht wieder los – 50 Jahre Jugend forscht“ ließen sich sechs Teams für Schüler experimentieren (Alterssparte bis 14 Jahre) motivieren und wurden mit einigen Sonderpreisen und einem zweiten Preis belohnt.

Die fünf älteren Teilnehmer bei Jugend forscht feierten mit je einem ersten Preis in Biologie und Chemie sowie einem weiteren zweiten Preis in Chemie besondere Erfolge. Damit wurde ihr experimentelles Engagement im Rahmen von W-Seminararbeiten gewürdigt. So überzeugten Thomas Lindner die Biologie-Jury mit einem professionell geführten Nachweis des Nachahmungslernen bei der Guppy-Art Poecilia wingei und Alexander Fechner in Chemie mit seiner fundierten „Untersuchung der Farbstoffkomponenten von Faserstiften eines „no-name“- und eines Markenherstellers“. Die Seminararbeit von Daniel Lang zum Thema „Untersuchung von Lebensmittelfarbstoffen in Süßigkeiten und deren Identifikation“ wurde mit einem zweiten Preis in Chemie ausgezeichnet.

Bei Schüler experimentieren erhielt das Team von Norah Ehrenberger, Anina Englert und Franziska Uratnik ebenfalls einen zweiten Preis für ihre anspruchsvollen Experimente mit Pupskissen.

Für ihre Betreuungsarbeit wurde zudem Frau Englert mit dem Sonderpreis für „engagierte Talentförderer“ ausgezeichnet.

Die Preisträger
Die Preisträger bei Jugend forscht 2015

Als Schule freuen wir uns über die Erfolge als Anerkennung der anspruchsvollen naturwissenschaftlichen Ausbildung am WGG.

Thomas Lindner, Regionalsieg im Fachgebiet Biologie (Jugend forscht)

Thema: Der Nachahmungseffekt bei Poecilia wingei

Mein Projekt beschäftigt sich mit dem Nachahmungseffekt (mate choise copying) bei Poecilia wingei. Beim Nachahmungseffekt handelt es sich um einen verhaltensbiologischen Effekt, bei welchem ein Tier in der Partnerwahl durch die Wahl eines anderen beeinflusst wird. Dieses Phänomen war bis zu meiner Forschung bei dieser Art wahrscheinlich noch nie nachgewiesen worden, mir gelang der weltweite Erstnachweis.

Alexander Fechner, Regionalsieg im Fachgebiet Chemie (Jugend forscht)

Thema: Untersuchung der Farbstoffkomponenten von Faserstiften eines „no-name“ und eines Markenherstellers

In meinem Projekt werden die Farbstoffe von den Stabilo Boss Textmarkern, Staedtler Textsurfern und den TiP Textmarkern untersucht. Dabei wird das Verfahren der Chromatographie angewandt, um die Farbstoffgemische der jeweiligen Stifte aufzutrennen. Desweiteren wird nach dem Auftrennen ein Farbstoff mit dem Photometer auf sein(e) Absorptionsmaximum(-a) untersucht. Durch das Zeichnen eines Graphen mit der jeweiligen Transmission bei verschiedenen Wellenlängen können ähnliche Farbstoffe mithilfe der Literatur ausfindig gemacht werden. Eine weitere Versuchsreihe ist der chromatographische Vergleich von Farbstoffen mit einzelnen Farbstoffen aus den Markern. Durch das Wiegen der Minen mit den Farbstoffen und ohne derer kann zudem der Farbstoffgehalt der Stifte untereinander geprüft werden. Zu guter Letzt wird noch die Veränderung des Farbstoffgemisches der Marker im Sauren und Alkalischen untersucht, um erneut Rückschlüsse auf die verwendeten Farbstoffe in den Faserstiften ziehen zu können.

Daniel Lang, 2. Preis im Fachgebiet Chemie (Jugend forscht)

Thema: Untersuchung von Lebensmittelfarbstoffen in Süßigkeiten und deren Identifikation

Im Rahmen meiner W-Seminararbeit befasste ich mich mit der Identifikation der Lebensmittelfarbstoffe von ausgewählten Süßigkeiten durch Dünnschichtchromatografie, Photometrie und Infrarotspektroskopie. Mithilfe von analytischen Methoden werden drei ausgewählte Süßigkeiten („Jell-O“-Pulver „Strawberry“ von Krafts Food Global, Menthol-Bonbons „Vapolus Blau“ von Wick und blaue „M&M’s“ von Mars Incorporated) untersucht, um die darin enthaltenen synthetischen Lebensmittelfarbstoffe zu identifizieren.

Norah Ehrenberger, Anina Englert und Franziska Uratnik, 2. Preis im Fachgebiet Physik (Schüler experimentieren)

Thema: Pupsi – die Welt des Pupskissens

Wie kommt der Pups eines Pupskissens zustande? Dieser Frage wollten wir nachgehen und führten physikalische Untersuchungen mit Pupskissen durch. Ab welchem Gewicht pupst das Kissen? Spielt der Druck eine Rolle? Wie lange dauert ein Pups? Wie entsteht das Geräusch? Schließlich stellten wir selbst Pupskissen her und bewerteten sie.

Christina Jandke, Sonderpreis des Lions-Club im Fachbereich Biologie (Jugend forscht)

Thema: Lernverhalten von Zwergmangusten am Beispiel der Tiere des Nürnberger Tiergartens

Mein Projekt entstand im Rahmen meiner W-Seminararbeit. Hierbei handelt es sich um die Untersuchung von Zwergmangusten im Nürnberger Tiergarten, mit denen ich ähnliche Versuche zur Konditionierung wie Pawlow mit Hunden durchgeführt habe. Untersucht habe ich dabei die Bedeutung olfaktorischer Reize. Durch meine Versuche konnte die Hypothese, dass Zwergmangusten lernbegeistert sind, bestätigt werden.

Maria-Magdalena Meier, Fachbereich Biologie (Jugend forscht)

Thema: Versuche zu nastischen Blattbewegungen bei Crocus vernus und Oxalis acetosella

In meinem Projekt geht es darum, die Bewegungen der Thermonastie und Seismonastie am Beispiel des Frühlings-Krokus und Waldsauerklees darzustellen und die zugrundeliegenden Mechanismen biologisch bzw. biochemisch zu erklären.

Christian Sommer, Sonderpreis des Heise-Verlags für besondere Leistungen im Bereich Technik und Informatik (Jugend forscht)

Thema: Lego Reaktionstraining (Spiel)

Mein Projekt ist ein aus Lego, Lego Technik, und Lego MINDSTORMS -Steinen gebautes Spiel, dass die Reaktionszeit und Konzentration, in eine Eins gegen Eins Spiel, verbessern soll. Das Ziel diese Spiels ist als erster, sobald eine Fahne einen bestimmten Punkt erreicht hat, zu drücken. Noch in Arbeit ist ein Einzelspieler Spiel, wobei eine Person gegen den MINDSTORMS (= Computer / Roboter) spielt. Das Ziel ist das selbe.

Nathanael Schwab, Nils Hoffmann, Sonderpreis des Lions-Club im Fachbereich Arbeitswelt (Schüler experimentieren)

Thema: Hydraulikarbeitsmagnetstöpsel

Wir haben Eisenspäne in Öl gegeben und mit Neodymmagneten „herumgespielt“. Dabei haben wir entdeckt, dass man die Späne und die Magneten wie einen Stöpsel verwenden kann, um an Hydrauliksystemen Arbeiten durchführen zu können.

Jakob Niebler, Ralf Hirschmann, Sonderpreis des Lions-Club im Fachbereich Physik (Schüler experimentieren)

Thema: Die optimale Pizza-Verpackung

Wir wollen das Problem lösen, dass eine Pizza zu kalt ist, wenn der Pizzabote sie liefert. Oft ist sie entweder schon abgekühlt oder der Käse klebt an der Packung. Deshalb suchen wir eine Pizzaverpackung, die die Wärme behält und verhindert, dass der Käse an der Verpackung klebt. Dazu haben wir getestet, welche Materialien (Pappe, Styropor, Kunststoff) am besten geeignet sind, um die Pizza warm zu halten und das Ankleben des Käses zu verhindern. Dabei hat sich gezeigt, dass Pappe die sinnvollste Lösung ist, allerdings sollte sie beschichtet oder isoliert sein.

Morris Winter, Daniel Henseler, Christoph Schraufl, Sonderpreis des Lions-Club im Fachbereich Physik (Schüler experimentieren)

Thema: Experimente mit Katzenstreu

Wir haben verschiedene Experimente zu Katzenstreu durchgeführt. Dabei verglichen wir verschiedene Marken. Wir haben gemessen, wie viel Wasser eine Menge Streu aufnimmt. Wir haben das Streu mit dem Wasser gewogen. Wir schauten uns die Körner im Mikroskop an. Danach stellten wir unser eigenes Streu her und probierten verschiedene Zutaten aus. Am Ende hatten wir ein Rezept für ein Streu, das gut riecht, gut Wasser aufsaugt und klumpt.

Thilo Mesmer, Nikolay Pugowkin, Fachbereich Physik (Schüler experimentieren)

Thema: Katapulte – selbst gebaut

Wir haben zwei Katapulte aus Lego Technik gebaut und miteinander verglichen. Dabei hat sich gezeigt, dass das „Trebuchet“ weiter schießt, da das Gewicht wie an einer Angelschnur befestigt ist. Allerdings war es nicht einfach, ein Behältnis für das Wurfgeschoss zu bauen, was wir schließlich mit Sillikon fertigen ließen.

Philipp Krönert, Jonas Pickl, Fachbereich Technik (Schüler experimentieren)

Thema: Thermolader

Der Thermolader erzeugt mit Hilfe eines Peltierelememtes elektrische Energie. Dazu braucht man einen Temperaturunterschied. Wir haben das Peltierelement in einen Skischuh eingebaut: auf der einen Seite erzeugt der Fuß Wärme, auf der anderen Seite kühlt der Schnee. War der Temperaturunterschied groß genug, konnten wir eine LED zum Leuchten bringen.