Willibald-Gluck-Gymnasium

Jugend forscht in Neumarkt — WGG-Schüler räumten ab

Über zwei erste Plätze, Sonderpreise und etliche Buchpreise konnten sich unsere Schüler freuen, die am 21. und 22. Februar beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht/Schüler experimentieren“ in der kleinen Jurahalle teilgenommen haben.

Mit beachtlichen zwölf Projekten waren heuer die jungen Forscher des WGG am Start, die Jüngsten von Ihnen sind gerade mal 10 Jahre alt.

Alexander Blania

In der Kategorie „Technik“ bei Jugend forscht belegte Alexander Blania (Q 12) mit seinem Projekt „Borkenkäfermonitoring und Automatenentwicklung“ den 1. Platz und darf damit zum Landeswettbewerb nach München fahren.

Falle für Borkenkäfer Um die Schädlinge zu erfassen, werden normalerweise Borkenkäfer durch einen Duftstoff in eine Falle gelockt, in regelmäßigen Abständen werden die gefangenen Borkenkäfer gezählt. Die Borkenkäferfalle von Alexander erledigt das automatisch. Die Käfer werden in die Falle gelockt und dabei mit Hilfe eines kapazitiven Sensors gezählt. Solche Sensoren werden beispielsweise beim Messen des Benzinstandes in Tanks verwendet. Die Zähldaten werden dann automatisch an eine Zentrale weitergeleitet. Damit könnten sich Förster und Umweltschützer den Gang in den Wald und das Zählen sparen.

Update: 2. Preis beim Landeswettbewerb im Bereich Technik für Alexander Blania

Felix Fellner

Einen 3. Platz in der Sparte „Physik“ bei Jugend forscht belegte Felix Fellners W-Seminararbeit, in der er die Eignung der Peltiertechnik zum Heizen untersuchte.

Peltierelemente findet man z.B. in Kühltaschen, die an die Stromversorgung im Auto angeschlossen werden können. Zum Heizen oder Kühlen der eigenen 4 Wände eignet sich diese Technik jedoch weniger.

Moritz Neumüller

Im Fachgebiet „Biologie“ durfte sich Moritz Neumüller (6c) über den 1. Platz freuen und ist damit ebenfalls für den Landeswettbewerb „Schüler experimentieren“ in Dingolfing qualifiziert. Moritz faszinierte die „magische Bohne“: Wenn Bohnen in Wasser quellen, entwickeln sie Kräfte. Moritz beobachtete Bohnen über einen längeren Zeitraum und maß die auftretende Kraft mit einer Waage. Dabei konnte er einen Zusammenhang zwischen der Größe der Kraft und der Faltenbildung bei der quellenden Bohne herstellen. Der Jungforscher überzeugte die Jury durch seinen professionellen Vortrag und die sorgfältige Arbeitsweise.

Gleich zwei Preise durften die Brüder Schneider mit nach Hause nehmen. Ihr Projekt „Eierprüfung“ mit Ultraschall“ verdiente den Sonderpreis für zerstörungsfreie Prüfung.

Tobias und Daniel Schneider

Wer kennt nicht das Problem mit dem sonntäglichen Frühstücksei: Dem Vater ist es zu hart, der Mutter zu weich und dem kleinen Bruder passt es auch nicht. Daniel (8c) und Tobias (5e) Schneider haben die Lösung: Sie „durchleuchten“ das Ei einfach mit Ultraschall und entscheiden anhand der Zeit, die das Schallsignal durch das Ei vom Sender zum Empfänger braucht, ob das Ei weich, mittel oder hart ist. Je härter das Ei, desto kürzer ist die Laufzeit. Genial einfach, oder?

Für diesen pfiffigen Einfall bekamen die Brüder den begehrten Sonderpreis einer Patentanmeldung überreicht.

Weitere Projekte: „Schüler experimentieren“

Korrekturroboter

Lorenz Kerschensteiner und Marco Wiedmann (beide 7. Klasse) denken an die Lehrer und entwickelten einen Legoroboter, der Multiple-Choice-Tests auswerten kann. Ausgestattet mit einem Farbsensor scannt der Roboter zuerst die Musterlösung und vergleicht diese dann mit der Schülerlösung. Damit entfallen in Zukunft die Korrekturnächte und die Schüler können mit ausgeschlafenen, gut gelaunten Lehrern in der Früh rechnen.

Lesesessel

Phillip Krönert und Nathanael Schwab

Phillip Krönert und Nathanael Schwab (5e) entwarfen den automatischen Lesesessel: Sobald man sich zum Schmökern auf den Stuhl niederlässt, geht die Leselampe an, da durch den Druck auf den Sitz die elektrischen Kontakte geschlossen werden. Für den Einsatz im Garten kann man vom Netzbetrieb auf Batteriebetrieb umschalten.

Damit man beim Aufstehen nicht im Dunkeln tappt, sorgt ein Kondensator wie bei einem Fahrradrücklicht dafür, dass die Lampe nachleutet.

Gut funktionierende Arzneiflasche

Chiara Reißenweber und Antonia Lipp

Chiara Reißenweber und Antonia Lipp (6c) ärgerten sich über Topffläschchen, die nicht tropfen, und bastelten eine alternative Tropfvorrichtung, die das Dosieren einfach macht. Dafür nahmen sie von einer Pipette den Gummiaufsatz und schnitten ein geeignetes Loch hinein. Eine einfache Idee mit Wirkung!

Faszinierende Seifenblasen

Robin Mayer und Jonas Gehr

Aus dem anfänglichen Spiel, mehrere Seifenblasen ineinander zu bekommen, wurde ein physikalisches Projekt. Robin Mayer, Jonas Gehr (am Stand) und der leider erkrankte Luca Schönweiß (alle 5e) beobachteten die Farben der Seifenblasen und entdeckten, dass sie kurz vorm Platzen weiß erscheinen. Außerdem experimentierten sie mit verschiedenen Mischungen, um lang lebende und große Blasen zu erzeugen. Die sogenannte Monstermischung wird mit Puderzucker angerührt, das Rezept kann bei den drei Jungen erfragt werden. Für die Jungforscher gab es als Anerkennung ein Zeitschriftenabo von Geolino.

Modell eines Geysirs und noch ein Sonderpreis

Tim Roider und Jonas Senger

Tim Roider und Jonas Senger (5d) waren ein explosives Team. Auf dem Bild erwarten sie gerade gespannt den Ausbruch ihres Geysirs. Ihr Modell zog die Zuschauer an, somit verdiente der Stand mit dem Geysir den Sonderpreis für eine besonders hohe Interaktion mit den Besuchern. Siedete im Kolben das Wasser, so stieg es im Steigrohr nach oben und sprudelte wie eine Fontäne heraus, das herunterplätschernde Wasser wurde dann wieder aufgefangen und dem Kolben zugeführt. Mit diesem Modell konnte jedes Grundschulkind verstehen, wie ein Geysir funktioniert.

Weitere Projekte: „Jugend forscht“

Modell eines Blockheizkraftwerks und wasserführender Kaminofen

Andreas Englmeier und Manuel Gspahn (Q12) nahmen mit ihren W-Seminararbeiten am Wettbewerb teil. Andreas baute ein Modell für ein Blockheizkraftwerk, er verwendete dabei auch Gegenstände aus dem Alltag wie der Rasenmähermotor bei seinem ersten Modell im Bild. Manuel benutzte eine Waschmaschinentrommel als Kaminofen, der von Wasserrohren umgeben ist. Brennt Feuer im Ofen, so erhitzt sich das Wasser in den Rohren und kann damit zum Heizen verwendet werden.

Wasseraufbereitung in Afrika

Ohne die erkrankte Sara Weber durfte Christina Jandke (beide 10b) der Öffentlichkeit ihr Projekt präsentieren: Die beiden Mädchen hatten zwei Wasserfilter mit kostengünstigen Materialien gebaut, die die Menschen in Afrika zur Reinigung ihres Trinkwassers verwenden könnten. Ihr Stand informierte über die Trinkwasserproblematik in Afrika. Besonders hervorzuheben ist das Engagement der beiden Schülerinnen, die ihre „Jugend-forscht-Arbeit“ selbstständig in ihrer Freizeit angingen.

Die Schulgemeinde gratuliert den Preisträgern und allen Teilnehmern des Wettbewerbs und drückt den Erstplatzierten die Daumen auf Landesebene!

Neugierig geworden?

Der Wahlkurs „WGG-Schüler experimentieren“ bereitet auf den Wettbewerb vor und soll Treffpunkt junger Tüftler und Forscher des WGG sein.

Die Teilnahme an Jugend forscht bzw. Schüler experimentieren kann generell als Teilnahme am Wahlkurs angerechnet werden.

Jugend forscht-Arbeiten können als W-Seminararbeiten angerechnet werden.

Informationen erhaltet ihr dazu bei Fr. Englert bzw. der Schulleitung.

Macht mit bei Jugend forscht 2014!

Neue Projekte können bereits begonnen werden!
(Information: Fr. Englert)