Willibald-Gluck-Gymnasium

Mich Interessieren Naturwissenschaften und Technik eXtrem!

MinteX am WGG

Unter dem Namen MinteX treffen sich MINT-begeisterte Mädchen und Jungen aus den 9. und 10. Klassen um gemeinsam an einem Projekt mit dem Mikrocontroller „Arduino“ zu arbeiten. Engagierte Neueinsteiger und „alten Hasen“ entwickeln und programmieren dabei in Teams. Im Schuljahr 2015/16 wagte sich der Kurs an ein großes Projekt. Um was es sich handelt, beschreibt Daniel Schneider aus der 10 b:

„Unser Projekt soll die Gebäudetechnik des modernen Schulhauses und deren Steuerung anschaulich darstellen. Dazu wurde beschlossen, ein Modell mit mehreren Klassenzimmern zu bauen, in denen jeweils eine technische Funktion dargestellt wird. Die hierzu nötige Programmierung und Ansteuerung der elektrischen Komponenten wird von dem Mikrocontroller Arduino übernommen. Nach den ersten Besprechungsrunden wurde festgelegt, dass zuerst mehrere Kleingruppen die technischen Arbeiten an den einzelnen Klassenzimmern vollenden, dann der Bau des Modells erfolgt und zum Schluss die elektrischen Komponenten mit den Mikroocontrollern in das Modell eingefügt werden. Zudem sollte es in regelmäßigen Abständen eine Konferenzeinheit geben, in der die einzelnen Gruppen dem Rest des Teams ihre bisherigen Arbeitsschritte und ihr weiteres Vorgehen präsentieren. So sollten alle über den gesamten Fortschritt Bescheid wissen, um ggf. den Kleingruppen bei Problemen Hilfe zu leisten und Komplikationen am Ende der Projektarbeit zu vermeiden.“

Mehrere Gruppen beschäftigten sich mit unterschiedlichen Aspekten der Steuerung: es gibt die „Rollogruppe“, die die Jalousiensteuerung nachbildet, und die „Lüftungsgruppe“, die eine sensorgesteuerte Belüftung eines Klassenzimmers simuliert. Marco Wiedmann (9 a) und Martin Schächtel (9 b) aus der Gruppe „Allgemeines Klassenzimmer“ beschreiben ihre Arbeit:

„Unser Programm ist für die Zeit im Modell und die damit verknüpften Aktionen zuständig. Konkret bedeutet dies, dass zu bestimmten Zeitpunkten der Gong ertönt, das Licht an- oder ausgeht oder der Beamer aktiviert wird. Damit wird eine Schulklasse simuliert, die selbstständig den Lichtschalter betätigt, oder den Beamer anschaltet. In der Realität wird das natürlich nicht zeitgesteuert. Außerdem zeigt eine digitale Uhr auf einem Display immer die momentane Uhrzeit an, wobei eine Minute im Modell 1,8 Sekunden entsprechen und ein Schultag von 7:40 Uhr bis 16 Uhr somit exakt 15 Minuten lang dauert.“

Sensoren wurden bestellt, Programme geschrieben, Schaltungen gelötet und Klassenzimmer gebastelt. Am Ende des Schuljahres war es dann soweit: der MinteX-Kurs durfte sein Modell und das Projekt beim Vision-Ing21-Wettbewerb an der TU Erlangen präsentieren!

P.S.: Mint steht für: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.


Ulrike Englert

Foto: Vision-Ing21