Willibald-Gluck-Gymnasium

Energiespardorf

Das Energiespardorf des BUND Naturschutz war zu Gast am WGG.

In der Woche vor den Osterferien durften unsere Achtklässler jeweils einen ganzen Vormittag lang am Modell des Energiespardorfs erleben, was es heißt, sich um die Energieversorgung und den Umweltschutz einer ganzen Gemeinde zu kümmern.

Das Energiespardorf des BUND Naturschutz ist ein über 5 Quadratmeter großes Modell einer bayerischen Durchschnittsgemeinde mit 8000 Einwohnern. Auf unterschiedlichen Landschaftsflächen können neben einem Industriebetrieb viele verschiedene Wohngebäude errichtet werden und für die dezentrale Energieversorgung stehen Erzeuger wie Windräder, Photovoltaikmodule und Biogasanlagen zur Verfügung.

Während die Schüler ihre Häuser nach und nach mit Elektrogeräten ihrer Wahl ausstatteten, wurde ständig der aktuelle Bedarf an elektrischer Energie gemessen und war neben der CO2-Emission und anderen Umweltparametern per Projektion für alle sichtbar. Daraus ergab sich, angestoßen durch die Referenten des BUND Naturschutz, Frau Bitterlich und Herr Rüttinger, eine Diskussion darüber, was die großen Stromfresser in den Haushalten sind und wie die Energiebilanz der Gemeinde verbessert werden könnte.

Welchen Einfluss der Einbau effizienter Geräte und die Energiegewinnung aus erneuerbaren Energieträgern haben, wurde wieder gleich am Modell ausprobiert. Dass aber gerade beim Einsatz von Windkraft- und Biogasanlagen unterschiedliche Interessen innerhalb der Gemeinde berücksichtigt werden müssen, konnten die Schüler erleben, als sie den Auftrag bekamen, in verschiedene Rollen wie zum Beispiel Landwirt, Bürgermeister oder Unternehmer zu schlüpfen.

Neben diesen größeren Maßnahmen erkannten die Schüler aber auch, wie sinnvoll es ist, als Einzelner einfache Wege des Energiesparens zu finden. Dass das konsequente Ausschalten von Elektrogeräten dazu gehört, war nichts Neues, dass aber auch eine Reduzierung des Fleischkonsums die Energiebilanz deutlich verbessert, beeindruckte viele Schüler.

Ergänzt wurde der Workshop durch ein Energiefahrrad, auf dem körperlich spürbar wurde, wie schweißtreibend es sein kann, mehrere Lampen, ein Radiogerät oder gar einen Wasserkocher zu betreiben. Das Energiespardorf, das es erst seit wenigen Jahren gibt, war zum ersten Mal zu Gast am WGG. Nach der positiven Resonanz von Seiten der Schüler und Lehrkräfte kann man aber davon ausgehen, dass es nicht das letzte Mal gewesen sein wird.

Christoph Gebhard