Willibald-Gluck-Gymnasium

Wgg 4.0 im Jahr 2018

„Die Zukunft ist schneller Gegenwart, als wir uns zu träumen wagen“, eröffnete Schulleiter Berhard Schiffer die Veranstaltung „WGG 4.0 Digitalisierung – ein Megatrend unserer Zeit“. Zwei Welten brachte die Veranstaltung zusammen: die Schule und die echte Welt. Einen Nachmittag lang hatten die Schüler der 11. Jahrgangsstufe die Möglichkeit, Expterten aus der Wirtschaft und Forschung zu begegnen und sich in Workshops intensiv mit Fragen der Digitalisierung zu beschäftigen. Dass dieses Thema gerade in einem Gymnasium mit naturwissenschaftlich-technologischer bzw. wirtschafts- und sozialwissenschaftlicher Ausrichtung einen herausragenden Stellenwert einnehmen muss, liegt auf der Hand. Mit der Digitalisierung geht eine fundamentale Umwälzung unseres Arbeitens, unseres Alltags, ja unserer Gesellschaft im Ganzen einher. Deshalb muss dieses Thema heute dringend in die Schulen.

Im Zentrum der Workshops standen naturgemäß Fragen der technischen Umsetzbarkeit und konkrete Anwendungsmöglichkeiten moderner Digitaltechnik. Doch auch moralische Probleme und gesellschaftliche Folgen wurden angesprochen und diskutiert.

Patrick Franke von NXTGN, der Unternehmen in Sachen digitaler Entwicklung berät, führte ein in die sogenannte „VUCA-Welt“, also in die moderne, d.h. unsichere, flexible und vor allem komplexe Arbeitswelt. Mit Vorurteilen gegen das autonome Fahren setzten sich die Schüler unter der Leitung von Prof. Dr. Karsten Weber auseinander. Nicht ganz so schnell ging es beim Thema „Wenn Roboter laufen lernen“ zu. Hier wurde von Tobias Lehmeier und Matthias Pirzer (ebenfalls NXTGN) live programmiert. Zum Schluss konnte ein Spielzeugroboter über Sprachsteuerung gelenkt werden. Die Chancen virtueller Realität hatten gleich zwei Workshops im Angebot: Eines wurde geleitet von WGG-Schülern, die in ihrem P-Seminar ein virtuelles Modell der Burg Wolfstein entwickeln. Hartmut Friedl vom Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung zeigte eindrucksvoll, wie sich ein präzises Abbild unserer Erde mit digitalen Medien erstellen und nutzen lässt. In ähnlicher Hinsicht war Verena Beck von N-ERGIE unterwegs. Bei ihr ging es um die Frage, wie sich unsere Welt verändert, wenn Hologramme in unserem Alltag eine größere Rolle spielen. Eine Rückkehr hat Jonas Witt erlebt. Erst vor zwei Jahren hat er sein Abitur am WGG gemacht, heute forscht er in Zusammenarbeit mit Siemens zum Thema künstliche Intelligenz an der Universität Bamberg. Mit den Schülern arbeitete er an neuronalen Netzwerken, die selbstständig Verkehrszeichen erkennen können.

In einer abschließenden Podiumsdiskussion wurden Fragen, die bei den Workshops aufgekommen waren, im Plenum diskutiert. Die Moderation übernahmen dabei die Lehrerinnen Yvonne Westiner und Ulrike Englert, die die Veranstaltung organisiert hatten.

So war dieser „digitale“ Nachmittag am WGG ein lebendiger Beitrag zur Idee, sich im Landkreis als „MINT-Region Neumarkt“ zu profilieren und digitale Bildung zu fördern. Schulleiter Schiffer formulierte: „Diese Veranstaltung bringt die beiden Zweige des Willibald-Gluck-Gymnasiums zusammen und gewährt den Schülern Freiräume, Dinge auszuprobieren, die in Zukunft von größter Bedeutung sind.“