Willibald-Gluck-Gymnasium

Sommerfest am WGG

Plakat

„Man hätte gar nicht gedacht, dass ein Mathematiker so loslegen kann“, staunt der Vater eines Fünftklässlers, als sich der Klassenlehrer seines Sohnes und Gitarrist der WGG-Lehrerband bei „Smoke On The Water“ auf der Bühne in ein leidenschaftliches Solo hineinsteigert. Ohne eine Antwort abzuwarten, zieht der Vater die Mundwinkel hoch und richtet seine Augen, den Kopf im Takt nickend, wieder nach vorne. Der Sohn steht daneben und auch er blickt seinem Mathelehrer beeindruckt auf die flinken Finger.

An dieser Szene zeigt sich, warum das Sommerfest des Willibald-Gluck-Gymnasiums eine so gelungene Veranstaltung war. Im Schulalltag stehen die Unterrichtsbelange im Mittelpunkt. Zu selten kann man sich wirklich persönlicher kennenlernen, zu selten den Schulstress einmal hintanstellen, zu selten ein zwangloses Gespräch führen und sich schlicht auf den andern einlassen, der eben nicht nur Lehrer, Schüler, Vater oder Mutter ist, sondern ein Mensch mit zahlreichen Facetten ist. Was läge da näher, als eine Gelegenheit zu schaffen, bei der all dies möglich ist? Deshalb feierte die Schulfamilie des WGG am letzten Montag ihr Sommerfest und konnte so ein ereignisreiches Schuljahr ausklingen lassen.

Bei bestem Wetter hatten einzelne Klassen über dem gesamten Sportplatz eine Stationenrallye aufgebaut, an der die Besucher in den unterschiedlichsten Disziplinen ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen und großen Spaß haben konnten. Da wurde auf Wasserschwämmen gelaufen, Schwedenschach gespielt, sich im Balkenstechen duelliert, „Tanzbattles“ veranstaltet oder als Teil eines „menschlichen Kickers“ Tore erzielt und vieles mehr.

Ein besonderes Erlebnis bot ein P-Seminar der Q11, das gerade ein begehbares und erlebbares Computermodell der Burg Wolfstein entwirft und einen ersten Prototyp präsentierte. Mit einer Cardboard-VR-Brille auf dem Kopf konnte man durch die virtuellen Burggemäuer wandeln.

Der Elternbeirat bot Kaffee und Kuchen an. Über Eltern muslimischer Schülerinnen und Schüler hatte man Kontakt zum türkisch-muslimischen Verein hergestellt, der vegetarische Spezialitäten verkaufte. Darüber hinaus war über weitere externe Partner für das leibliche Wohl bestens gesorgt.

Akrobatik

Viel zu sehen und zu hören gab es bei den Showeinlagen: Die Akrobatikgruppe und das Taekwondo-Team führten beeindruckende Choreographien auf und verschiedene Musikacts der Schule sorgten für beste Unterhaltung. Der Sechstklässler Veit Buttenhauser spielte Volkstümliches auf dem Akkordeon, die Schülerinnen Kristina Karl, Lena Pruy und Janina Bauer lieferten souveräne Gesangseinlagen und die Big Band brachte die Füße zum Wippen und die Finger zum Schnippen. Zu vorgerückter Stunde begann dann schließlich die WGG-Lehrerband loszurocken.

Den Schlusspunkt der Veranstaltung setzten die Feuerkünstler der Gruppe „Fortes Homines Ignis“, die mit einer fulminanten Pyro-Show das Publikum begeisterten. Brennende Spiralmuster, flammende Peitschenschläge und beeindruckende Feuerbälle tanzten durch die Nacht.

Die gelungene Feier, die heuer erst zum zweiten Mal stattfand, veranlasste einen Lehrer zum Fazit: „Wenn es ein solches Fest nun nicht schon gäbe, dann müsste man’s glatt erfinden!“