Fast wie echt. Leistungskurs Wirtschaft des WGG nimmt Unternehmen unter die Lupe
it Unternehmen wie Porsche, Hugo Boss, Escada, Thyssen Krupp oder air berlin gleichsam ein Who-is-who der deutschen Börsenlandschaft in Auswahl.
Dies geschah gleich in zweifacher Hinsicht sehr ansprechend. Technisch sicher und ästhetisch überzeugend handhabten die Kollegiaten die zeitgemäße Form der Power-Point-Präsentation.
Auch sich selbst hatten die Nachwuchsmanager und –managerinnen dem Anlass entsprechend herausgeputzt.
Doch warm in seinem Anzug wurde es manchem Nachwuchsmanager, als die kritischen Nachfragen zu den Vorträgen einsetzten.
Jene, die da so intensiv und genau nachhakten, waren nämlich keine Lehrer, sondern Fachleute aus örtlichen Unternehmen, wie zum Beispiel der Firma Pfleiderer. Da wehte dann – freilich im Interesse der Sache – ein etwas rauerer Wind, als dies gemeinhin im Unterricht der Fall ist.
Aber die Kollegiaten hätten auch dabei im Wesentlichen ein gute Figur gemacht, so das einhellige Urteil der Fachleute. Als Jury beurteilten diese nämlich die Leistungen der Kollegiaten. Bei der abschließenden Rückmeldung an die Schüler wurde viel gelobt, aber eben auch Tacheles geredet.
Genau hier liegt die Stärke von „business at school“, wie dieses Programm zur Begegnung von Wirtschaft und Schule offiziell heißt. Die Kollegiaten erfahren nämlich im Rahmen eben dieser Begegnung, wie weit sie sind, also etwas darüber, was ihr Kenntnisstand in der Wirklichkeit jenseits der orangefarbenen Fenster wert ist.
Dies könne dann wieder, so Oberstudienrätin Anja Eichinger, eine der betreuenden Lehrkräfte, in Motivation für den Unterricht umgemünzt werden.
Ins kalte Wasser waren die Kollegiaten freilich nicht geworfen worden. Bei aller Realitätsnähe ist „business at school“ doch noch immer ein Teil der Ausbildung.
Die Nachwuchsmanager waren nämlich vorab von den bereits angesprochen Fachleuten gecoacht worden. Auch dies ist ein Plus dieser für alle Beteiligten interessanten Begegnung von Schule und Wirtschaft.
Schon auf die Ergebnisse der nächsten Runde ist Studiendirektor Klaus Gogela gespannt, der „business at school“ wegen dessen Offenheit „Das war ganz schön hart“, stöhnte letzten Freitag einer der Kollegiaten des Leistungskurses Wirtschaft – erschöpft und zugleich sichtlich erleichtert. Gerade nämlich hatten er und sein Team ein bekanntes börsennotiertes Unternehmen vorgestellt. Durchleuchtet wurden in fast professioneller Manier der Firmencharakter, die Geschichte des Unternehmens, dessen Geschäftsbereiche. Abgeklopft und eingeschätzt wurde zudem die Bilanz. Die Möglichkeiten des Unternehmens auf dem Markt waren das nächste Thema.
Abgerundet wurde die kritische Durchleuchtung mit entsprechenden Schlussfolgerungen zum weiteren Entwicklungspotenzial des Betriebs. Insgesamt sieben Gruppen präsentierten mfür das echte Leben als eine rundum gute Sache betrachtet. Dann werden die Kollegiaten lokale Unternehmen unter die Lupe nehmen. Das Programm abschließend wird schließlich gleichsam als Meisterstück die Entwicklung einer eigenen Geschäftsidee auf der Agenda stehen.
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