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POL&IS - eine Simulation zu Politik
und internationaler Sicherheit (Klasse 10a und "V€GA -
Vereintes Europa, gemeinsam arbeiten")
Vom 20. bis zum 22. Februar 2006 nahmen wir, die V€GA-Gruppe,
zusammen mit der Klasse 10a, an dem von der Bundeswehr organisierten
Planspiel POL&IS teil.
Montag, den 20. Februar, fuhren wir mit unserem Bus um acht Uhr ab
Richtung tschechische Grenze. Als wir kurz vor Mittag in unserer
Herberge, der Bildungsstätte Altes Schloss Weidenberg, ankamen,
wurden wir sofort freundlich von den beiden Jugendoffizieren,
Hauptmann Brüger und Hauptmann Langnickel, begrüßt und
soglich zum Schleppen der Materialien für das Spiel
verdonnert. Danach hatten wir kurz Zeit unsere Zimmer zu beziehen und
uns mit dem Haus vertraut zu machen. Gleich darauf trafen wir uns zur
Einleitung des Spiels:
Die Jugendoffiziere erklärten - nach einer Vorstellungsrunde -
die einzelnen Tätigkeiten und Rollen (Regierungschef,
Staatsminister, Oppositionsführer und Wirtschaftsminister sowie
Weltbank, Presse und UN-Generalsekretär/in), welche
Staaten(verbände) mitspielten (Nordamerika, Arabien, die GUS,
Ozeaninen etc.) und wie die Formulare zur Produktion und zur Umwelt
auszufüllen sind. Die Erläuterungen wurden durch ein kurzes
Mittagessen unterbrochen. Nach der Vergabe der einzelnen Positionen
und der Zulosung der Länder, begannen wir mit dem ersten
Spieljahr. Zuerst füllten wir unsere Produktionsformulare aus und
stellten unsere Planungen für unser Land im nächsten Jahr
auf. Die Staatsmänner sprachen sich untereinander ab, um
später in getrennten Räumen zu verhandeln: Die
Regierungschefs handelten Verträge aus, die Staatsminister
verlegten auf einer Weltkarte ihre Truppen und die Wirtschaftsminister
handelten mit Nahrung, Energie, Rohstoffen und Industrie. Am Abend
wurde der erste Teil des Jahres gegen zwanzig Uhr abgeschlossen und
die Verhandlungen am nächsten Morgen fortgesetzt. Immer wieder
berichtete die Weltpresse von den Ereignissen, von möglichen
Umsturzplänen der Oppositionsparteien, von politischen
Konfliktherden oder von Umweltproblemen. Die Weltbank kontrollierte
die Verhandlungen und die jeweiligen Finanzverhältnisse, vergab
Kredite oder verweigerte diese auch. Die UN-Generalsekretärin
moderierte die Präsentation der Regierungschefs und zeigte
Initiative durch Petitionen und Friedensaktivitäten.
Als alle Länder ihre Abschlüsse getätigt hatten,
stellte die Weltbank die Weltbilanz vor: Viele Länder hatten
immer noch mit dem Hunger ihrer Bevölkerung zu kämpfen und
vor allem Japan war dem Ruin sehr nahe (Japan hat bekanntlich keine
eigenen Rohstoffe), was schon im Voraus von Hauptmann Brüger
mehrmals prognostiziert worden war. Nach dem Ende des ersten Jahres
sahen wir fiktionale, aber realitätsnahe Nachrichten zur
Weltsituation, die sich auf das Spielgeschehen auswirkten, wie der Tod
des Monarchen von Arabien oder die wundersame Wirkung der
Alkoholsteuer auf die Einwohner der GUS-Staaten.
Die wirtschaftlichen Aktivitäten im zweiten Jahr verliefen
problemlos, wohingegen politisch einige Probleme auftauchten: So
wollten die GUS Arabien und China Atom-U-Boote verkaufen, obwohl alle
drei dem Atomwaffensperrvertrag zugestimmt hatten. Um den Bruch des
Vertrags zu verhindern, wurde der UN-Sicherheitsrat einberufen. Zudem
führen die Jugendoffiziere anhand eines Films über die
schrecklichen Auswirkungen des Atombombenabwurfs auf Hiroshima die
desaströsen Gefahren von Atomwaffen vor Augen. Nach einer
weiteren Weltbilanz und neuen Nachrichten starteten wir in das dritte
Jahr, in dem alle Länder nun endlich ihre Bevölkerung fast
vollständig ernähren konnten (sogar Japan hatte es nun
geschafft), obwohl immer noch wie im ersten Jahr viele unnötige
Verträge untereinander geschlossen wurden. Das dritte Jahr wurde
nach einer Unterbrechung durch die Nachtruhe am folgenden Vormittag
abgeschlossen.
Die beiden Jugendoffiziere zogen Bilanz ihres voraussichtlich letzten
POL&IS, da sie danach in die Berufswelt einsteigen werden, und
sagten, sie würden diese Simulation in guter Erinnerung
behalten. Insbesondere die Aufmerksamkeit und die sichere Handhabung
der komplizierten Formulare wurden von ihnen gelobt. Daraufhin konnten
wir unsere eigenen Eindrücke kundtun, die alle sehr positiv
ausfielen. Nach dem Kaffee fuhren wir müde, aber mit vielen
Erfahrungen reicher nach Hause.
Abschließend ist zu sagen, dass diese drei Tage kein Urlaub,
sondern richtig harte Arbeit waren (härter als in der Schule, da
wir kaum und wenn dann nur kurze Pausen hatten, und von früh
morgens bis spät abends arbeiteten), sie aber trotzdem sehr
interessant und motivierend waren, da man merkte, was man in diesem
Spiel erreichen konnte und erreicht hat. Wir konnten viel in dieser
Simulation über die Weltpolitik lernen und auch erkennen, dass
die Probleme in der Welt sehr schwer zu lösen sind und dass
Politiker einen gar nicht so einfachen Job haben. Das hier praktischer
Erlernte und Erfahrene an politischen Basiswissen und wirtschaftlichen
Zusammenhängen ist wahrscheinlich auch in etlichen Monaten im
Schulunterricht nicht zu erreichen. POL&IS ist allen zu empfehlen!
Alles in Allem können wir sagen:
POL&IS fordert, aber fördert!
Wir möchten uns bei den Jugendoffizieren, Herrn Hauptmann
Brüger und Herrn Hauptmann Langnickel, und bei den begleitenden
und organisierenden Lehrkräften, Herrn Beer und Herrn Dr. Kraus,
für diese tolle Erfahrung herzliche bedanken.
Marius Mauerer & Dominik Kraus (V€GA)
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Anschrift:
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Dr.-Grundler-Straße 7
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Tel: 09181-4720
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