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Der erste Bericht der „Europa AG“ von 2005:
Arbeitsgemeinschaft "V€GA - Vereintes Europa, gemeinsam
arbeiten" - eine besondere Form freiwilligen Arbeitens
Was ist der Hintergrund für die Einrichtung solch einer
schulischen Arbeitsgemeinschaft?
Nicht erst seit der EU-Osterweiterung oder der kürzlichen,
ablehnenden Referenda über die zukünftige Verfaßung
der EU ist Europa wieder verstärkt ein Thema, das viele Menschen
sachlich oder emotional beschäftigt. Da ist es nur nahe liegend,
vielmehr eine Selbstverständlichkeit, wenn eine schulische
Einrichtung wie das Willibald-Gluck-Gymnasium nach Möglichkeiten
und Förderungschancen für junge Menschen sucht, Europa in
seinen vielen Facetten als Unterrichtsgegenstand und Erfahrungswelt in
das Schulgebäude zu holen. Dies greift dann auch mit den neuen
Schulpartnerschaften auf kultureller und historischer Ebene mit
Gymnasien in Italien und Ungarn ineinander, ebenso der Teilnahme an
Förder- und Projektmaßahmen der Europäischen Union
(z.B. Comenius, Jugend für Europa). Deshalb wurde der
Beschluß gefaßt, eigens eine Arbeitsgruppe zu bilden, die
sich im weitesten Sinne mit "Europa" beschäftigen soll.
Nach einer ersten Auswahl besonders geeigneter Schüler/innen
fanden sich 35 von ihnen zu einer einstündigen
Informationsveranstaltung ein, nach der sie selbst darüber
entscheiden sollten, ob sie denn nun Teil einer
Europa-Arbeitsgemeinschaft werden möchten oder nicht. Das
groß Intereße von immer noch 31 machten eine weitere
Vorauswahl und ein Umdenken meinerseits hinsichtlich der angestrebten
Gruppengröß von 15 nötig, so daß sich letzten
Endes die AG aus 24 Schüler/innen zusammensetzt. Wie angedeutet
handelt es sich um was Leistung(sbereitschaft), Engagement und
Intereße angeht besondere Jugendliche, mit einer Ausnahme aus
den Jahrgangßtufen 9 und 10.
Was hat ein Teilnehmer/eine Teilnehmerin von dieser
Arbeitsgruppe?
Natürlich sollte ein zeitlicher Raum entstehen, in dem viele
und vielfältige Erfahrungen möglich sind. Einige seien hier
genannt:
- Erlernen von Strategien zur Informationsbeschaffung und
Informationsverarbeitung
- Präsentationstechniken (Software, Overheadprojektor)
- Rhetorik (Tipps für Referate und Vorträge)
- Teamerfahrungen
- Erkennen eigener Stärken und Respektieren der Stärken anderer
- Entdecken neuer Intereßen (anhand der Themen)
Darüber hinaus sollen auch direkte Kontakte zu den Menschen
in den anderen Ländern aufgenommen werden (z.B. erfolgreich mit
den Ungarn in Budapest ? siehe eigener Bericht).
Was wird von einem Teilnehmer/einer Teilnehmerin verlangt?
Einige Selbstverständlichkeiten brauchen nicht eigens genannt
zu werden (u.a. Verläßlichkeit). Herauszustellen sind aber
einige Eigenschaften, die entweder schon vorliegen oder sich erst im
Laufe der Arbeit deutlicher formen sollen:
- Bereitschaft sich auf neue Erfahrungen einzulaßen
- Bereitschaft auch zusätzliche, außrschulische Zeit
für die Arbeit der AG aufzubringen
- Intereße
für und Neugier an neuen Themen
- Kontaktbereitschaft
- Teamfähigkeit
- Hilfsbereitschaft
- Bereitschaft zu eigenverantwortlichem Handeln
(Verantwortungsbewußtsein)
- Respekt und Anerkennung als
Grundhaltung für andere
Geplant ist nämlich, die Teilnehmer/innen als "Fachleute"
innerschulisch einzusetzen, also als Multiplikatoren bzw. Referenten
im Unterricht anderer Klaßen auftreten, sie die Vorbereitung von
Informationsveranstaltungen für die breite öffentlichkeit
mittragen zu laßen.
Was haben wir alles geleistet? Ein Rückblick
Alsbald stellte sich heraus, daß doch ein wenig viel
angedacht war, die Zeit (ursprünglich 1 Wochenstunde) keinesfalls
ausreichen wird, auch nur einen Bruchteil des Angestrebten zu
verwirklichen. Deshalb trafen wir uns in Doppelstunden, legten
Schwerpunkte fest und gaben uns manchmal - Zähne knirschend - mit
wenig zufrieden (etwa hinsichtlich des Erlernens von Vortrags- und
Präsentationstechniken).
Dennoch können alle rückblickend stolz sein auf das
Geleistete:
- Erarbeitung von Unterrichtsmaterialien zu Europa
- Besuch eines Fernsehteams von RTL Franken TV Live und mehrfacher
Außtrahlung des Berichts
- Mitgestaltung des Tags der
offenen Tür am WGG (Europa-Infos u. Europa-Quiz für die
Kleinen)
- Exkursion nach Brüßel (mit zahlreichen
Treffen und Gesprächsrunden) ? eigener Bericht
- Beteiligung an der SMV-Initiative unter dem Motto "WGG goes
global"
- Zielsetzungen für das nächste
Schuljahr
- Gestaltung eines eigenen Logos und Briefkopfes
(siehe unten)
- Namensfindung und damit konkretere
Zielsetzung

Arbeitsgemeinschaft: "Vereintes Europa,
gemeinsam arbeiten" (Idee und Gestaltung: Franziska Borrmann,
9e)
Zudem erhielten die Teilnehmer/innen den Vorrang bei Anmeldung und
Auswahl für den Austausch mit Budapest (Ungarn) sowie
Informationen über schulisch-organisatorische Vorgänge aus
erster Hand, damit tiefere Einblicke in den sonst nicht aufscheinenden
Schulalltag.
Was wird werden? V€GA geht in das zweite Jahr …
Gestartet als Europa-Arbeitsgemeinschaft und dann als
Arbeitsgemeinschaft "V€GA - Vereintes Europa, gemeinsam arbeiten"
wird die Veranstaltung aufgrund des Zuspruchs, der effiktiven Arbeit
der Teilnehmer/innen wie auch der öffentlichen Wirksamkeit im
nächsten Schuljahr als offizieller Wahlkurs am WGG
fortgeführt. Damit ist direkt eine stärkere Förderung
durch die Schulleitung und Integration in den Regelstundenplan des WGG
impliziert, eine unmittelbare Anerkennung zum Ausdruck gebracht.
Wiederum erfolgt die Teilnahme nach Vorauswahl und auf Einladung,
wobei die bisherigen Teilnehmer/innen auch hier ein Vorrecht bei der
Anmeldung haben werden. Es gilt die Effektivität aufrecht zu
erhalten. Angedacht sind: Thementage oder -wochen,
Informationßtellwände, Internet-Pages, Umfragen unter
Schüler/innen, Lehrer/innen, in und um Neumarkt sowie
Vorträge bzw. Planspiele (Angebot der Europäischen Akademie,
Bayern, und POLIS/Bundeswehr), eine Exkursion in ein EU-Mitgliedsland
unter einem bestimmten thematischen Schwerpunkt (z.B. eventuell Polen
- Außöhnung und Völkerverständigung) sowie die
Forführung der bisherigen Arbeit (Vertiefungen).
Ein persönliches Schlußwort
Wie war ich verblüfft, als nach einer kurzen
Orientierungsphase Arbeitsaufgaben bereitwillig angegangen,
Teamarbeiten als sehr angenehm und Endprodukte im gegenseitigen
Respekt kritisch und konstruktiv besprochen wurden. An das vorgelegte
Tempo aber auch das Fordern nach Effektivität von
Schüler/innenseite mußte ich mich erst wieder
gewöhnen, war es mir doch durch den normalen
Klaßenunterricht fast völlig fremd geworden. Letztlich
möchte ich noch mehr als bisher Euch, die Teilnehmer/innen ernst
nehmen, Euch Freiräume und Selbstverantwortlickeit geben, die
sonst kaum möglich sind, ein angenehmes, bisweilen Freude
bereitendes und effektives Miteinander bieten, das zu mehr motivieren
kann. Ich danke jedem Einzelnen, daß er/sie in der jeweiligen
individuellen Art an dieser Arbeitsgemeinschaft teilgenommen hat,
immerhin nicht nur die zwei Wochenstunden (sondern auch viel
Gedankliches und die häusliche Vorbereitungszeit) aufgebracht hat
und sein Stück zu einer farbigeren und vielleicht auch noch
menschlicheren Schulfamilie beigetragen hat. Ich freue mich auf das
nächste Jahr mit Euch.
Thomas J. Kraus
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Anschrift:
Willibald-Gluck-Gymnasium
Dr.-Grundler-Straße 7
92318 Neumarkt
Tel: 09181-4720
Impressum
Die nächsten Termine| 21.05 Probeunterricht für beide Neumarkter Gymnasien am OG (bis 23. Mai) |
| 22.05 Colloquium Abitur (1. Teil) bis 25.5. |
| 25.05 Letzter Schultag vor den Pfingstferien; UNTERRICHTSSCHLUSS um 12.15 Uhr |
| 26.05 Beginn der Pfingstferien (bis einschließlich 10.06.) |
| 11.06 Colloquium Abitur (2. Teil) bis 14.6. |
| 19.06 mündliche Abiturprüfungen bis 21.6. |
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