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"Wir in Europa!"
Ein kurzes Reisetagebuch über die Brüsselfahrt von V€GA
Wir, die Arbeitsgemeinschaft V€GA - "Vereintes Europa, gemeinsam
arbeiten", haben vom 13.06. bis 17.06.05 eine Exkursion zu den
Einrichtungen der Europäischen Union in Brüssel
unternommen. Die Exkursion wurde in Eigenarbeit vorbereitet, vor allem
aber von Herrn Dr. Kraus, der uns mit Herrn Beer auch bei der
Exkursion begleitet hat.
Die Exkursion begann damit, dass wir um 5 Uhr in der Früh mit dem
Bus am IKK-Parkplatz abfuhren, was für einige Gemüter schon
recht früh war. Der erste Teil der Fahrt führte uns nach
Aachen, wo wir den Dom besichtigten und eine kleine Mahlzeit zu uns
nahmen. Danach fuhren wir weiter nach Brüssel, wo wir unsere
schlichte Herberge bezogen, gleich in der Herberge zu Abend aßen
(was sehr beschaulich war) und schon unsere erste Tour durch die Stadt
unternahmen.
Da wir am Dienstag Vormittag einen Termin bei der Europäischen
Kommission hatten und deswegen schon um 8.45 Uhr losgehen wollten,
blieb für Frühstück und Schlaf nur wenig Zeit. Nach
einiger Wartezeit vor der Europäischen Kommission wurden wir in
den Saal geführt, wo manche die Zeit bis zum Eintreffen der
Referentin nutzten, um die Mikrofonanlage ausgiebig zu
testen. Während der sehr interessanten Ausführungen von Frau
Isabelle Trautmann (Generaldirektion Bildung und Kultur), die uns
über die Funktionen und die Aufgabe der Lösung der
Kommunikationsprobleme der Europäischen Kommission informierte
und uns den Ursprung der EU darstellte, bemerkten wir überhaupt
nicht mehr, wie schnell die Zeit verging. In der Mittagspause genossen
viele von uns eine Spezialität Belgiens: doppelt gebackene Pommes
Frites. Danach wurden wir nach einer sehr ausführlichen
Sicherheitskontrolle von Herrn Dr. Ingo Friedrich (MdEP)
begrüßt. An dessen zwanzigminütigen Vortrag schloss
sich Herr Albert Dess (MdEP) an. Ein Teil der Gruppe verlies kurz vor
Ende den Raum um einen Termin mit Herrn Dr. Michael Stabenow
(Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung) wahrzunehmen. Dort
erwartete sie ein Mammutvortrag, der über drei Stunden in
Anspruch nahm. Auch für den Teil der Gruppe, der später
hinzukam, war das sogenannt "Frage-Antwort-Spiel" dennoch mehr ein
längerer Monolog. Am Abend konnte sich jeder selbst in der Stadt
versorgen.
Am Mittwoch hatten wir weniger Fixpunkte im Programm. So verbrachten
wir den Vormittag damit, die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu
besichtigen, wie zum Beispiel den "Grande Place" und das Manneken
Pis. Danach folgte ein Stadtbummel in Kleingruppen. Um 16.00 Uhr wurde
uns die debelux (die deutsch-belgisch-luxemburgische
Außenhandelskammer) durch ihren Chef, Herrn Hans-Joachim Maurer,
vorgestellt. Der Abend stand zur freien Verfügung.
Am Donnerstag erschien uns die Aufbruchszeit noch früher als
sonst. Ob das wohl wirklich an der Uhrzeit oder doch dem zu kurzem
Schlaf lag, wird wohl offen bleiben. Im EU-Parlament angekommen,
wurden wir erst einmal in eine Diskussion über Landminen
"abgeschoben", obwohl wir in eine Ausschusssitzung des CULT (Ausschuss
für Kultur, Jugend, Bildung, Medien und Sport) geladen
waren. Trotzdem war dieser ungeplante Besuch sehr interessant, da wir
so den Plenarsaal zum ersten Mal nicht nur durchs Fernsehen sahen und
gleichzeitig auf eine interessante wie gleichzeitig traurige Thematik
aufmerksam gemacht. Nach der Besichtigung einer Ausstellung über
Landminen konnten wir in zwei Gruppen jeweils eine halbe Stunde der
Ausschusssitzung beiwohnen. Unsere Erwartungen, dass es in dem
Sitzungssaal sehr still und diszipliniert zuginge, wurden durch das
Gegenteil widerlegt. Die Abgeordneten standen auf, liefen durch den
Saal, redeten miteinander und verließen die Sitzung nach eigenem
Belieben, so wie es sich manch Schüler für den Unterricht
wünscht. Danach konnten wir gleich in der Mensa des Parlamentes
zu Mittag essen. Anschließend begrüßte uns Frau Lissy
Gröner (MdEP), die auch Mitglied des CULT ist, und wir konnten
mit ihr kurz über die Aufgaben des Parlaments diskutieren. Von
diesem schon jetzt sehr anstrengenden Teil des Tages erholten wir uns
alle im anliegenden Park. Anschließend wurden wir in der
Vertretung des Freistaates Bayern empfangen und von Herrn Dr. Norbert
Kollmer (Referat C II 7) in die Aufgaben der Landesvertretung
eingeführt. Dort trafen wir währenddessen erneut Herrn
Dess. Danach sind wir alle gemeinsam in der "Drug Opera" Essen
gegangen. Das Highlight des Abends war aber nicht der Name des Lokals,
sondern, dass einige von uns Froschschenkel bestellt und sogar
aufgegessen haben. Manche haben dann noch den letzten Tag in
gemütlicher Runde und bei guten Gesprächen in der Herberge
ausklingen lassen.
Am Freitag fuhren wir sogar rechtzeitig schon um 8 Uhr ab, Schorsch
brachte uns sicher zuerst nach Limburg an der Lahn, wo wir eine
einstündige Pause einlegten, und dann wieder bis nach Neumarkt,
wo wir um 17.30Uhr ankamen. Viele hatten den größten Teil
der Fahrt gar nicht mitbekommen, da sie ihn schlafend verbracht
hatten.
Insgesamt sprechen wir im Namen aller, wenn wir sagen, dass die Fahrt
sehr gelungen war. Hiermit möchten wir uns bei den begleitenden
Lehrkräften, Herrn Beer und insbesondere Herrn Dr. Kraus,
bedanken.
David Hink & Dominik Kraus
Impressionen aus Brüssel
| Vor der Europäischen Kommission |
Im EU-Parlament - hearing über ein Verbot von Landminen |
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| Das haut einen doch glatt (fast) um … |
Baustelle Europa? |
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Tel: 09181-4720
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