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Teilseminar Englisch/Französisch
Zwei Jahre intensivster Ausbildung
Sechs, acht oder auch elf Seminarteilnehmer und -teilnehmerinnen, welche
heutzutage meist einen längeren Studien- oder Lehraufenthalt im Ausland
hinter sich haben, treffen gutgelaunt in der Seminarschule ein. Im
Englischseminar finden sich zumeist ein paar Herren, im Französischseminar
fast immer nur Damen, was wohl an den Fächerkombinationen
liegt. Französisch lässt sich ausschließlich mit Englisch oder Deutsch
kombinieren, Englisch jedoch auch mit Sachfächern wie Erdkunde, Wirtschaft
z.B. oder auch mit Deutsch. In den ersten sechs Monaten ihrer Ausbildung an der
Stammschule das sind wir, das WGG- versuchen die StRefs, von den
Seminarlehrern begleitet, das praktisch umzusetzen, was sie in den
Didaktikvorlesungen und -übungen ihrer jeweiligen Universität theoretisch
gelernt haben - oder auch nicht, denn die Universitäten bieten
offensichtlich sehr Unterschiedliches an. Ausgehend vom grundlegenden Lernziel
eines jeden Fremdsprachenunterrichts, der Kommunikativen Kompetenz
(Fähigkeit, sich entsprechend seiner Bedürfnisse adressaten- und
situationsbezogen korrekt und angemessen mündlich bzw. schriftlich in
der Fremdsprache äußern zu können), bemüht man sich in
Fachsitzungen, Hörstunden, Lehrversuchen und schließlich
zusammenhängendem Unterricht auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.

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Dazu lernt man Textgespräche auf fragend-reproduzierendem,
fragend-entwickelndem bis hin zu fragend- abstrahierendem Niveau zu führen,
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semantisiert (erhellt, erläutert, wälzt um) neues Vokabular in
mnemotechnisch (die Behaltensleistung steigernd) höchst effektiven
Kontexten,
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erschließt induktiv (auf Eigenerkenntnis gründend) z.B. neue grammatische
Sachverhalte, setzt sich intensiv auseinander mit schüleraktivierenden,
handlungsorientierten, Sozialkompetenzen fördernden, Lernstrategien
entwickelnden Didaktikkonzepten,
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schafft ständig pseudo-authentische (realitätsnahe) Sprechanlässe
durch den Aufbau von information gaps (Manche Schüler wissen mehr oder
anderes als ihre Klassenkameraden und schließen gegenseitig zielsprachlich
Informationslücken) oder opinion gaps/ Schüler werden didaktisch
geschickt dazu gebracht unterschiedliche Meinungen zu haben (!) und
diskutieren diese zielsprachlich),
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liefert kontextualisiertes, situativ eingebettetes, authentisch
präsentiertes Sprachmaterial äußerst anschaulich mit Realia (Die
Lehrkraft tritt im Schottenrock mit Dudelsack auf oder schleppt Kochtopf sowie
Staubsauger für das Thema faire le ménage mit in den Unterricht),
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produziert dieses Sprachmaterial hochfrequentig (maximaler und optimaler
comprehensible input nennt sich das oder ausnahmsweise mit einem
französischen fachdidaktischen Begriff bain de langue = Sprachbad ), damit
es jederzeit bei Bedarf von den Schülern in kreativer Weise abgerufen werden
kann, wenn es die Unterrichtssituation oder gar die praktische Anwendung bei
einem Schüleraustausch (I have no hunger more ...Originalzitat! ) erfordern,
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motiviert die Schüler jederzeit intrinsisch (auf Eigeninteresse gründend)
hoch bis höchst mittels Freiarbeit oder Lernzirkeln ( Montessori und Waldorf
lassen grüßen) oder sich erfrischend abwechselnden Sozialformen
(arbeitsgleiche Partnerarbeit oder doch lieber arbeitsteilige Gruppenarbeit?),
Moderationstechniken wie der Methode Sandwich (Man formuliert seine Meinung zu
einem Sachverhalt vor und nach einem Expertenbeitrag) oder lieber gleich LDL,
sprich Lernen durch Lehren, d.h. die Schüler übernehmen die Lehrerrolle
(???) und das ohne die ganze Seminarausbildung,
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studiert und übt die Anwendung moderner Unterrichtsmedien und
Computerprogramme (Beamer und Power Point sind hier sehr gefragt). Oder man
erstellt am besten gleich Internetmodule (Damit keine Missverständnisse
aufkommen, das sind Arbeitsblätter zur didaktisch gesteuerten
Erschließung von Web Sites)
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diskutiert Landeskunde (Ach, falsch, das heißt heute interkulturelles
Lernen! ) und Literatur hinsichtlich ihres Nutzungspotentials für den
Fremdsprachenunterricht und … und … und !!!
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Irgendwo dazwischen finden Lernzielkontrollen, Leistungsmessungen,
pädagogische Maßnahmen, Verwaltungsangelegenheiten, Besuche an
anderen Schultypen usw. statt. Ach ja, und dann hat der/die StRefin
Lehrversuche zu halten, Unterrichtsbesuche zu ertragen und zu
besprechen, die ganz normale Alltagsarbeit mit 30 bis 33 Schülern zu
bewältigen und die Lehrprobe soll er/sie auch noch schaffen,
zusätzlich zu pädagogischer Psychologie, Pädagogik,
Staatsbürgerkunde, Schulkunde, Sprecherziehung, Schulspieltage. So
gerüstet zieht er/sie sodann im Februar für zwölf Monate zur
Einsatzschule, wo er/sie bis zu 16 Stunden vollverantwortlichen
Unterricht gibt, nebenher seine/ihre Lehrprobe macht und seine/ihre
wissenschaftlich-praktische Hausarbeit schreibt, zu 10 Seminartagen
an die Stammschule zurückkehrt. Natürlich hält er/sie zur selben
intensiven Kontakt mit schriftlichen Tätigkeitsberichten. Na ja, und
im letzten Abschnitt sieht's fast wieder so aus wie im ersten, nun
wird weiter geübt, vertieft, wieder eine Lehrprobe absolviert und
das Zweite Staatsexamen in Form eines Kolloquiums sowie drei
weiterer mündlicher Prüfungen abgelegt. Fertig ist er/sie,
der/die fach-, methoden- und sozialkompetente
Fremdsprachenlehrer/lehrerin, auf die unser PISA-geplagtes Land
so lange gewartet hat. Wir wünschen ihm/ihr Kraft und Erfolg in
einem anspruchsvollen, spannenden und leider (oft zu Unrecht, viel
zu oft) gescholtenen Beruf.
Gert Hahnel und Susanne Lentz
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Anschrift:
Willibald-Gluck-Gymnasium
Dr.-Grundler-Straße 7
92318 Neumarkt
Tel: 09181-4720
Impressum
Die nächsten Termine| 21.05 Probeunterricht für beide Neumarkter Gymnasien am OG (bis 23. Mai) |
| 22.05 Colloquium Abitur (1. Teil) bis 25.5. |
| 25.05 Letzter Schultag vor den Pfingstferien; UNTERRICHTSSCHLUSS um 12.15 Uhr |
| 26.05 Beginn der Pfingstferien (bis einschließlich 10.06.) |
| 11.06 Colloquium Abitur (2. Teil) bis 14.6. |
| 19.06 mündliche Abiturprüfungen bis 21.6. |
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