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Lötpraktikum der 9e NTG
Während der Wirtschaftszweig der Klasse 9e ein Berufspraktikum
durchführte, richteten sich die verbliebenen Schüler des NTG-Zweigs
vom 6.-10.2.12 ein Elektroniklabor ein. Zuvor hatte die Klasse im
Profilunterricht Physik einen Pulsmesser gelötet, der mit Hilfe des
Durchlichtverfahrens den Pulsschlag am Finger sichtbar macht.
In der Projektwoche sollte die Schaltung und die Auswertung
verbessert werden. Als externer Partner unterstützte die Firma
Semikron in Nürnberg tatkräftig das Vorhaben und lieferte einen
komplexen Plan zum Löten einer Schaltung, die das Pulssignal
verstärken und störende Signale herausfiltern soll. Nun war Geschick
und Durchblick gefragt, die Bauelemente auf der Platine aufzulöten.
Während zwei Schülerteams die Platine löteten, machten sich zwei
Gruppen andere Gedanken: Ein Computerteam erstellte ein Programm in
Excel, das die Pulsfrequenz bestimmt, und die Gehäuseentwickler
fertigten eine technische Zeichung eines Ohrclips an, den Azubis der
Firma Semikron für das Projekt realisieren werden. Die beiden Mädels
vom Dokumentationsteam protokollierten die gesamte Woche und
lieferten die Bilder. Zeit zum Chips essen, Schafkopf spielen und
Rätselraten mit dem I-Phone („Wofür steht das F. bei John
F. Kennedy?“) blieb auch, und das musste sein, wenn neben den
Lötkolben die Köpfe teilweise rauchten.
In dieser Woche erfuhren die Schüler, was Projektarbeit bedeutet mit
all seinen Höhen und Tiefen. Es durfte in der Bibliothek kurz
gejubelt werden, als das Excelprogramm stand. Die Enttäuschung war
groß, als Mitte der Woche die bestellten Bauteile immer noch nicht
da waren. Doch gerade da wuchs Kreativität: Ich bin mir sicher, dass
durch das fehlende Material überhaupt erst das Excelprogramm fertig
gestellt wurde und Ideen reiften, wie man den im Unterricht gebauten
Pulsmesser mit einer Verstärkerschaltung aufpeppen könnte. Am
Freitag konnte sich das Ergebnis sehen lassen, jetzt steht noch der
Funktionstest der gelöteten großen Platine aus: Sind die Dioden
richtig herum eingelötet? Liegt an den ICs die richtige Spannung an?
Oder werden uns die Kondensatoren „um die Ohren fliegen“?
Hinter uns liegt eine Projektwoche, die kaum etwas mit dem normalen
Physikunterricht zu tun hatte und das ist mal gut so! Die
Erfahrungen und Erkenntnisse,die alle mitgenommen haben, sind eine
Bereicherung nicht nur auf fachlicher, sondern auch auf sozialer und
menschlicher Ebene.
Ich bin stolz auf euch 9eN!!!
U. Englert
Fotos: privat
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Dr.-Grundler-Straße 7
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