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Der Schottlandaustausch (21. bis 28. Juni 2011)
Am 21.06.2011 traten wir um 12 Uhr deutscher Zeit am Neumarkter
Bahnhof unsere elfstündige Reise mit Bahn, Bus und Flugzeug über
München und Edinburgh nach Helensburgh an. Diese beendeten wir am
Bahnhof von Helensburgh um 22 Uhr britischer Zeit und wurden dort von
den Familien unserer Austauschpartner in Empfang genommen. Der Abend
ging mit dem Bezug der Unterkünfte zu Ende An den beiden folgenden
Tagen standen die Städteausflüge nach Glasgow und Edinburgh auf dem
Programm. Doch vor der Fahrt nach Glasgow an der schottischen
Westküste, ca. 25 Meilen von Helensburgh entfernt, zeigten uns unsere
Austauschschüler ihre Schule, die „Hermitage Academy“.
Wir waren erstaunt darüber, welche Fächer, wie zum Beispiel Theater
und Hauswirtschaft dort als „normaler“ Unterricht angeboten werden und
wie modern die Schule in Gestaltung und Ausstattung ist. So befindet
sich beispielsweise in jedem Klassenzimmer ein Beamer und die
Werkräume sind ausgestattet wie eine Schreinerei. Auch ist die Schule
bei vergleichbarer Schülerzahl wie das WGG um einiges größer. Nach der
Schulführung gelangten wir mit dem Zug nach Glasgow, das wir von einem
Sightseeing-Bus aus kennenlernten.
Diese Tour unterbrachen wir auf etwa halber Strecke, um das
„Riverside Museum“ zu besuchen. Das Riverside Museum ist ein etwa
eine Woche vor unserer Reise neu eröffnetes Museum, in welchem jetzt
unter anderem das ehemalige „Museum of Transport“ integriert ist Nach
dem Besuch, den wir frei gestalten konnten, vervollständigten wir
unsere Bustour und hatten danach noch etwas freie Zeit in der
Innenstadt. Nach Helensburgh kamen wir per Bahn zurück. Auch den
zweiten Ausflug am folgenden Tag nach Edinburgh unternahmen wir mit
der „ScotRail“. Als erstes besichtigten wir das schottische
Parlament, ein im Gegensatz zum Reichstag oder zum Maximilianeum sehr
modernes Gebäude.
Dabei war es an einer Stelle besonders lustig, da in einem
Konferenzraum die Mikrofonanlage nicht abgeschaltet war und es sich
einige Kindsköpfe nicht verkneifen konnten, diese mit nicht ganz
qualifizierten Kommentaren zu füttern.
Nach diesem Besuch hatten wir einige Zeit zur freien Verfügung, die
viele hauptsächlich auf der „Royal Mile“, einer Parade-und
Einkaufsstraße verbrachten. Besonders ein Whiskyladen hatte es manchen
mit seinem besonderen Duft angetan, auch wenn sie dort nichts kaufen
konnten.
Im Anschluss trafen wir uns wieder vor der Burg, bevor wir „Edinburgh
Castle“ auf eigene Faust besichtigen konnten, wozu wir aber bei der
Fülle der thematisch bezogenen Ausstellungen eigentlich viel zu wenig
Zeit hatten, bevor wir uns wieder auf den Weg zur „Edinburgh Waverley
Station“ machen mussten. Aber der Blick über die Stadt war schön.
Am nächsten Morgen trafen wir uns wie immer gegen 9 Uhr in der
Schule. Dann sollten wir eigentlich einen Einblick in den schottischen
Unterricht bekommen, wir nutzten aber die Zeit um nochmal für einen
Schuhplattler zu üben, den wir am Abend beim „Ceilidh“, einem
traditionellen Tanzabend aufführen wollten. Im Anschluss wurden uns
einige schottische Tänze erklärt, die dann am Abend auch zum Einsatz
kamen. Aber vorher noch unternahmen wir, wieder mit dem Zug, einen
Ausflug zum „Loch Lomond“, wo wir erneut etwas freie Zeit hatten,
bevor wir eine Bootsrundfahrt auf Großbritanniens größtem
Binnengewässer unternahmen und uns dabei die schöne Gegend anschauen
konnten.
Dann wurde am Abend das Tanzbein geschwungen, wobei manche die erst am
Vormittag gelernten Tänze schon wieder nicht mehr ganz in Erinnerung
hatten. Die Veranstaltung machte aber sehr viel Spaß, zumal auch
andere Austauschschüler der Hermitage Academy, nämlich Amerikaner aus
Georgia mit dabei waren. Dabei zeigten wir auch unseren
Schuhplattler.
Das Wochenende stand dann zur freien Verfügung mit den
Gastfamilien. Viele besichtigten die Gegend oder besuchten erneut
Glasgow.
Trotzdem trafen wir uns alle am Sonntagnachmittag in einem
Helensburgher Kaffeehaus und plauderten in gemütlicher Runde. Den
letzten Tag vor dem Heimreisetag verbrachten wir größtenteils auf der
Insel Cumbrae, wohin wir zur Abwechslung mal mit dem Bus und einer
Fähre kamen. In der Stadt Millport konnten wir uns zum entdecken der
Insel Fahrräder und Tandems leihen. Das wohl kurioseste Gefährt war
das „Conference Bike“, ein Gruppenfahrrad für sieben(!) „Fahrer“.
Wir entschieden uns die Insel auf einer Strecke von etwas mehr als
zehn Meilen zu umrunden. Dabei stellte sich der Versuch eine Abkürzung
zu nehmen als gar nicht so einfach heraus, da wir nun, anstelle der
ebenen Küstenstraße, über einen Berg mussten, wo die belohnende
Abfahrt auf der anderen Seite auf dem Siebener-Rad mit 30 Sachen bei
einem Leergewicht von etwa 300 Kilo schon etwas Nervenkitzel mit sich
brachte.
Am nächsten Morgen fiel der Abschied am Bahnhof nach dieser schönen
Woche trotz Einladungen beider Seiten wiederzukommen recht schwer und
wir ließen Helensburgh um 8 Uhr westeuropäischer Zeit mit gemischten
Gefühlen hinter uns, da man sich sowohl auf die Heimat freute, aber
doch noch etwas länger in diesem schönen Land geblieben wäre. Nach
weiteren elf Stunden Reise erreichten wir Neumarkt auf demselben Weg
um 20 Uhr mitteleuropäischer Zeit Zu guter Letzt möchte ich mich noch
im Namen der Teilnehmer bei Herrn und Frau Beer, Frau Thorbeck und den
beiden schottischen Lehrkräften, Mrs Elaine Menzies und Mrs Gilan
Burch für die tolle Organisation und die vielen zeitlichen Freiräume
zur selbstständigen Gestaltung bedanken, die es uns ermöglichten, eine
außergewöhnliche und schöne Zeit zu erleben, auch, als die
schottischen Schüler im Herbst in Deutschland waren.
Thomas Eichler
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Anschrift:
Willibald-Gluck-Gymnasium
Dr.-Grundler-Straße 7
92318 Neumarkt
Tel: 09181-4720
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