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Französisch Austausch Issoire
Schüleraustausch mit Issoire 2009
Am Freitag, dem 08.05.09, trafen sich um sieben Uhr morgens 64
SchülerInnen mit ihren Lehrern Frau Meiler, Frau Holler, Frau
Thorbeck und Herrn Handwerker am IKK-Parkplatz. Manch einer mochte
sich fragen: „Was machen die denn da?“ Die Antwort war aber ganz
einfach: „On part en France!“ Nach rund 13 Stunden Fahrt inklusive
Pausen brachte uns Busfahrer Sigi sicher nach Issoire, der kleinen
Stadt in der Auvergne, die schon seit 1971 die Partnerstadt
Neumarkts ist. Es folgten das Abendessen in den Gastfamilien und der
Geschenkeaustausch.
Das Wochenende verbrachten wir in den Familien. Viele nutzten den
Samstag für einen Stadtbummel im nahegelegenen Clermont-Ferrand,
erkundeten Issoire oder begegneten sich im Schwimmbad. Am Sonntag
schliefen die meisten erst einmal aus und machten dann mit ihren
Gastfamilien Wanderungen oder Schlossbesichtigungen.
Nach einer kurzen Nacht ließen wir uns am Montag von Sigi nach
Volvic fahren, einem kleinen Dorf, das für seine Wasserherstellung
bekannt ist. Zuerst zeigte man uns – zum Glück auf Deutsch - zwei
Filme über die Auvergne, die Vulkane und das Abfüllen des Wassers in
der Fabrik. Danach lösten wir in Gruppen ein Quiz über das kostbare
Nass im Allgemeinen und Volvic im Besonderen. Zum Schluss durften
wir dann noch die verschiedenen Geschmacksrichtungen, die die Firma
inzwischen anbietet, probieren. Als Favoriten entpuppten sich Apfel
und Waldfrucht, auf eher wenig Begeisterung stieß dagegen
Pfefferminze. Mit viel Wasser im Bauch ging es weiter nach Chanonat
bei Clermont-Ferrand, wo uns ein König und seine Gefolgsleute ihr
„Château de la Batisse“ zeigten. Bei dieser mittelalterlichen
Führung wurden wir auch aktiv mit einbezogen. So mussten zum
Beispiel einige Schüler und Schülerinnen auf lustige Weise die
Schutzfunktion alter Helme demonstrieren. Anschließend verbrachten
wir einige Minuten an einem kleinen See, dem Lac d’Aydat, wo wir
unsere Brotzeit zu uns nahmen und uns in die Sonne legten, die
leider nur kurz zum Vorschein kam.
Am Dienstag begrüßte der stellvertretende Direktor am
Institut Sévigné, der dritten Partnerschule unseres Gymnasiums, die
dortigen SchülerInnen. Die Übrigen nahmen mit ihren „Corres“ am
Unterricht teil. Anschließend wurden wir alle im Rathaus vom
Bürgermeister empfangen. Nach einer mittellangen Rede und einer
kleinen Erfrischung lernten wir mit einer französischen Lehrerin
Issoire näher kennen. Danach besichtigten wir ein mittelalterliches
Schloss, das Château Villeneuve-Lembron, von denen es in der Region
sehr viele gibt. In drei Gruppen aufgeteilt erfuhren wir zum Beispiel,
dass man früher im Sitzen schlief oder dass es auch im Mittelalter
schon Vorrichtungen gab, um das Schwein über dem Feuer zu
drehen. Abends trafen sich noch einige SchülerInnen mit ihren
Austauschpartnern bei McDonalds und zum Bowling.
Tags darauf stand die Stadt Le-Puy-en-Velay auf dem Programm. Zuerst
unternahmen wir eine kleine Stadtrundfahrt mit dem petit train
touristique - natürlich auf Französisch. Danach stiegen wir hinauf
zur Kathedrale, die oft von Pilgern aufgesucht wird, da die Stadt
auf dem Jakobsweg liegt und sie zum Weltkulturerbe der UNESCO
gehört. Einige erklommen noch die Statue de Notre-Dame, eine 22
Meter hohe Marienstatue. Später erkundeten wir Le-Puy in kleinen
Gruppen, was viele dazu nutzten, um noch Souvenirs für sich und die
Daheimgebliebenen zu besorgen.
Am Donnerstag wurden wir vom Schulleiter des befreundeten
Gymnasiums, dem Lycée Murat, mit einem kleinen Frühstück
empfangen. Anschließend teilte sich die Gruppe. Einige SchülerInnen
erklommen trotz nicht idealer Witterung mit Frau Meiler und einer
befreundeten französischen Lehrerin den Pariou, einen alten Vulkan,
der auch auf dem Etikett der Volvic-Flaschen abgebildet ist. Die
anderen fuhren weiter nach Vulcania, einem inmitten eines erkalteten
Vulkans errichteten Dokumentationszentrum. Dort verbrachten wir die
meiste Zeit in den 3- und 4D-Kinos. Am Abend packten wir dann unsere
Sachen für die Heimreise. Viele trafen sich noch in Issoire, um ein
bisschen zu feiern.
Freitag - Tag der Abreise. Natürlich kamen wir viel zu spät los, da
sich noch alle, zum Teil tränenreich, von ihren „Corres“
verabschieden mussten. Mit gemischten Gefühlen verließen wir das
Land der schwierigen Sprache und des üppigen Essens. Bei vielen war
zu hören: „Nächstes Jahr fahre ich wieder mit!“ und das ist
schließlich die beste Bestätigung für jede Reise.
Lena Pfeiffer, 10b
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Anschrift:
Willibald-Gluck-Gymnasium
Dr.-Grundler-Straße 7
92318 Neumarkt
Tel: 09181-4720
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