|
Solange der
Homepagekurs
noch nicht alle Seiten in das neue Design konvertiert
hat, geht es hier
zurück zum
alten Design.
|
Die Halbpalästinenserin Nuri berichtete den 8. Klassen über die Situation in Israel
„Ein Toter bei israelischem Luftangriff im Gaza-Streifen – Die
Gewalt im Gaza-Streifen flammt erneut auf“ –
„Bombenanschlag erschüttert Zentrum Jerusalems“ – „Israel beschließt
neuen Siedlungsbau im Westjordanland“ – „Türkischer Premier Erdogan
fordert Palästinenserstaat“ – Dies sind Schlagzeilen, wie man sie
fast täglich in den Medien findet. Auf Seite eins schaffen sie es
aber schon lange nicht mehr, denn sie gehören zur Normalität in
unserer globalisierten Welt, in welcher europäische Finanzkrisen und
Rettungsschirme wichtiger erscheinen als ein von Angst und Gewalt
bestimmtes Leben. Doch genau das ist die Normalität in Israel und
das schon seit tausenden von Jahren. Bereits 70 n. Chr. findet der
religiös bestimmte Konflikt seinen Anfang. In diesem Jahr vertrieben
die Römer die damals ansässigen Juden. Seither versuchen diese „ihr“
Land nahezu mit allen Mitteln wiederzuerobern. Dieses Bestreben
schien 1948 mit der Staatsgründung Israels – veranlasst durch den
UN-Teilungsbeschluss – rein formal erreicht zu sein. Allerdings war
dies keineswegs das Ende eines jahrhundertelangen Konflikts, sondern
erst der Anfang. So kam es in den folgenden Jahrzehnten zu
zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen, welche teilweise
auch über die Landesgrenzen hinweg geführt wurden. Trotz fortwährend
geführter Friedensverhandlungen scheint auch in naher Zukunft keine
Lösung des sogenannten Nahost-Konflikts in Sicht. Vor allem bedingt
durch dessen zeitliche Ausdehnung scheint die Welt das Geschehen
bereits als Normalität zu begreifen. Lediglich traurige Höhepunkte
wie das Attentat bei den Olympischen Spielen im Jahr 1972 wecken das
Interesse der Weltgemeinschaft. Doch wie sieht das Leben der
Palästinenser und Israels heute aus? Mit welchen Problemen haben sie
im Alltag zu kämpfen und vor allem welcher Gestalt sind diese?
Fragen, welche gerade im Fach Geographie von Belang sind und deren
Beantwortung im Unterricht nur bedingt geleistet werden kann.
Glücklicherweise erklärte sich Frau Nuri, ihres Zeichens
Halbpalästinenserin, bereit, eben diesen Einblick den Schülerinnen
und Schülern aller achten Klassen des Willibald-Gluck-Gymnasiums zu
gewähren. Durch zahlreiche Erzählungen ihres Vaters, welcher 1940 in
der Nähe von Jerusalem geboren ist, wurde das Interesse der
Referentin für Israel und dessen Geschichte geweckt. Ein
Auslandssemester in der deutsch-palästinensischen Schule
„Talitha-Komi“ (Bethlehem) gab ihr die Möglichkeit, das Land und den
Alltag der Bewohner hautnah mitzuerleben. Von eben diesen
Erfahrungen berichtete sie am Mittwoch, den 21.12.2011, den
Schülerinnen und Schülern aller achten Klassen. Durch zahlreiche,
teils persönliche Anekdoten und interessante
Hintergrundinformationen begeisterte sie die
Jugendlichen. Beeindruckend war insbesondere, wie gerade die Jugend
in Israel selbst mit der konfliktreichen Situation umgeht. So
spiegeln die zahlreichen Graffitis, welche auf dem Sicherheitszaun
zu finden sind(vgl. Bilder), die mitunter grotesk und humorvoll
wirkende Reflexion der Bevölkerung wider. Eben dies mag vielleicht
auch ein durchaus positiv zu wertendes Zeichen sein – eventuell auch
ein Zeichen der künftigen Wende in einer von Angst und Gewalt
bestimmten Gesellschaft.
StRefin Julia Müller
|
Anschrift:
Willibald-Gluck-Gymnasium
Dr.-Grundler-Straße 7
92318 Neumarkt
Tel: 09181-4720
verwaltung@wgg-neumarkt.de
Impressum
Die nächsten Termine| 29.02 19:30 Informations- und Ausspracheabend über die Qualifikationsphase für Schülereltern der Jhgst 10 in der Mensa |
| 10.03 Neumarkter Berufsinformationstag |
| 24.03 10:00-14:00 Tag der offenen Tür am Willibald-Gluck-Gymnasium |
| 25.04 19:00 Informationsabend zur Ganztagesklasse für Eltern von Schülern der künftigen 5. Jahrgangsstufe im Mehrzweckraum |
Alle Termine
 Knobelecke
 Mädchenfußball
|