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Projekttag Stammzellenspende für die Q11: „Fast alle wollen sich
registrieren lassen!“
Leukämie - eine ernstzunehmende, verheerende Krankheit, die jeden
treffen kann, egal ob jung oder alt. Bei diesem Krankheitsbild
produziert der Körper weiße Blutkörperchen in so einem Überschuss,
dass sie dem eigenen Immunsystem schaden, man nennt dies auch
Blutkrebs. Wenn Chemotherapien bei dem Leukämie-Kranken nicht
anschlagen, ist die letzte Möglichkeit eine
Stammzellentransplantation.
Michaela Waidhauser, eine ehemals an Leukämie Erkrankte, war am
16.12.2011 am WGG, um zusammen mit der DKMS, einem zuständigem Arzt
und zwei Stammzellenspendern, der Q11 davon zu berichten. Wir, fünf
Schülerinnen der Ethik-Klasse der 10. Jahrgangsstufe, begleiteten die
in Gruppen aufgeteilte Q11.
Die erste Station war die Gestaltung von Plakaten zur
Stammzellenspende bei Frau Lange und Frau Hermann, in der es
verschiedene Themen gab, beispielsweise warum solch eine Spende
sinnvoll ist. Nachdem Dr. Wendelin in seiner Rolle als Arzt in der
2. Station das Krankheitsbild von Leukämie erläutert hatte und was
dabei genau im Körper während dieser Krankheit vorgeht, sprach
Michaela Waidhauser über den Verlauf ihrer Krankheit. Schon mit 13
Jahren bemerkten die Ärzte typische Symptome bei ihr, woraufhin sie
die Diagnose Blutkrebs erhielt. Unverzüglich startete man mit
Chemotherapien, die jedoch erfolglos blieben. Ein halbes Jahr nach
Ausbruch der Krankheit, erhielt sie Stammzellen eines anonymen
Spenders, der ihr das Leben rettete. Mit ihrem Spender, mit dem man
erst zwei Jahre nach der Transplantation Kontakt aufnehmen darf, ist
sie bis heute eng verbunden und sie haben ein gutes Verhältnis
zueinander.
Danach informierte Dr. Kraus über ethische Fragestellungen in Bezug
auf die Stammzellenspende.
Als letzte Station war ein Stammzellenspender vor Ort, der erzählte
wie die Spende abgelaufen ist und wie er sich davor, dabei und
danach fühlte. Nach einem von seiner Arbeitsstelle organisierten
Informationstag der DKMS entschloss er sich zur Typisierung. Als er
nach einiger Zeit als möglicher Spender in Frage kam, stimmte er dem
sofort zu. Jedoch konnte die Spende letztendlich aufgrund von zu
geringer Übereinstimmung zwischen Empfänger und Spender doch nicht
durchgeführt werden. Zwei Jahre nach der enttäuschenden Absage stand
er erneut zur Auswahl als möglicher Spender. Nun passte er perfekt
zu dem Empfänger und eine erfolgreiche Stammzellenspende fand
statt. Er betonte, dass die Freude einem Menschen, auch wenn er
fremd ist, helfen zu können, der Angst eindeutig überwiegt. Obwohl
er sich noch in der zweijährigen Frist bis zu einem möglichen
Treffen mit dem Empfänger, befindet, schreiben sie sich regelmäßig
mit großer Vorfreude auf das Treffen, Briefe. Er selbst empfindet
dies als eine positive Erfahrung und würde jedem Menschen zu einer
Registrierung in die DKMS raten.
Stammzellenspende kann Leben retten. Je mehr Menschen sich in einer
Knochenmarkspenderdatei registrieren lassen, desto höher ist die
Chance auf eine Heilung der Leukämiekranken. Wer sich dies vor Augen
führt, wird zu dem Schluss kommen, dass ein Eintrag auf jeden Fall
lohnenswert ist. Die 17-jährigen Schülerinnen und Schüler des WGG
haben dazu am 1. März 2012 die Gelegenheit, wenn die DKMS uns wieder
besucht.
Jill Adelhütte (10c), Theresa Platzek (10c), Janina Dess (10e),
Antonia Schmiedel (10e) und Anna Schtajunda (10f)
Fotos: privat
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Dr.-Grundler-Straße 7
92318 Neumarkt
Tel: 09181-4720
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