|
|
Boulevard der zerbrochenen Träume…
… heißt die Kurzgeschichte, die die Arbeitsgrundlage eines Workshops
bildete, zu dem die Regensburger Autorin Angela Kreuz am 14.02.2011
auf Einladung von Dr. Steffen Arzberger in den Deutschkurs 2d5 kam.

Die Psychologin las in der ersten Deutschstunde die von ihr eigens
für eine kreative Schreibarbeit mit Schülern geschriebene
Kurzgeschichte vor, die am Wendepunkt abbricht und die die Schüler
selbst in kleinen Gruppen zu Ende schreiben sollen. Die Geschichte
handelt von einer jungen Frau, Dana, die wegen der
Glasknochenkrankheit im Rollstuhl sitzt. Sie befindet sich in einer
Berliner U-Bahn und trifft dort auf verschiedenste Typen,
beispielsweise einen Junkie, der sie um Geld bittet, betrunkene
Fußballfans, Nazis, eine hübsche junge Frau, die sie sehr beneidet,
sowie viele andere. Besonders ein Straßenmusiker, der, ein Lied
singend, die Bahn betritt, fasziniert Dana. Sie kommt mit ihm ins
Gespräch und behauptet dabei, Sängerin in einer Band zu sein, was
sie jedoch nur in ihren Tagträumen ist. Der Sänger fordert sie
schließlich auf, für sie zu singen.
An dieser Stelle bricht die Handlung ab, und nun waren die Schüler
an der Reihe, ihrer Phantasie freien Lauf zu lassen, indem sie in
Gruppen von vier zuerst im Brainstorming alle ihre Ideen
zusammentrugen, von Naheliegendem bis hin zu unwahrscheinlichen
Wendungen der Geschichte. Danach entschieden sie sich für jeweils
eine Version und formulierten diese aus, wobei die Autorin den
Schülern mit hilfreichen Ideen und Vorschlägen zur Hand ging.
Schließlich präsentierten die Schülergruppen ihre Fortsetzung der
Geschichte. Christina Geitner, Ramona Sorgenfrei, Sarah Brunsch und
Manuela Ogayar-Reger trugen ihr Ende mit verteilten Rollen vor. In
ihrer Version der Geschichte singt Dana doch ein Duett mit dem
Sänger, ohne sich zu blamieren, und ist am Ende selbstbewusster als
zuvor.
In der Version von Christian Meyer, Christian Großhauser und Peter
Silberhorn erleidet Dana wegen der Aufregung einen
Kreislaufzusammenbruch und wird mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus
gebracht. Dort wird sie in ein künstliches Koma versetzt, doch sie
kann sich gut davon erholen.
In dem von Ulrich Schneider und Sebastian Brandl verfassten Ende
versucht das hübsche Mädchen, das Dana vorher noch bewunderte, sie
und den Sänger zu stören, doch dieser ignoriert sie, um mit Dana zu
singen. Unerwartet gelingt es Dana zusammen mit dem Sänger doch
genug Mut zu finden, um mit ihm zu singen.
Tanja Weihrich, Kathrin Fürst, Franziska Lehmeier und Thomas Lerzer
lesen ihre Version vor, in der Dana auch einen
Kreislaufzusammenbruch erleidet und erst im Krankenhaus
aufwacht. Der Sänger wartet dort, bis sie ansprechbar ist, um sich
mit ihr zu verabreden.
In Fabian Klebls, Maximilian Mosandels, Wolfgang Dörflers und Julius
Schuhs Geschichte steigen alle anderen Insassen der U-Bahn mit in
das Duett von Dana und dem Sänger ein, sogar die vorher noch so
rüpelhaften Nazis.
Als Letzte stellten Tamara Boris, Jana Sippl, Katharina Raum und
Verena Rupprecht das von ihnen verfasste Ende vor. In diesem stimmt
Dana ein Lied an, fällt dann aber doch in Ohnmacht und wacht
schließlich im Krankenhaus auf, wo ihre Mutter berichtet, dass die
U-Bahn, in der sie zuvor noch gefahren sei, einen schlimmen Unfall
gehabt habe, kaum dass sie ins Krankenhaus gebracht worden sei.
Nachdem nun alle Schüler ihre Entwürfe vorgestellt hatten, las Frau
Kreuz nun die von ihr verfasste Fortsetzung der Geschichte vor, in
der Dana, obwohl sie von dem Selbstbewusstsein des blonden Sängers
völlig eingeschüchtert ist, doch mit ihm ein Lied singt, in das alle
anderen Mitfahrer begeistert mit einsteigen. Doch als der Musiker
die Bahn wieder verlässt, bleibt Dana traurig zurück.
Im Anschluss an die kreative Schreibarbeit der Schüler hatten diese
nun die Möglichkeit, Frau Kreuzer zu ihrer Tätigkeit als Autorin zu
befragen. Auf die Frage, wie man auf Ideen zu Romanen komme oder wie
man beim Schreiben von Texten vorgehe, erwiderte sie, dass sie, wenn
sie in einer besonderen Stimmung ist oder eine besondere Inspiration
erfahren habe, ihre Ideen sammle und beim Schreiben ihre Gedanken
laufen lasse. Als Inspiration dienten ihr oft Jugenderfahrungen, wie
zu ihrem Roman „WAAhnsinnszeiten“, der in den Achtzigern spielt und
die Debatte um die Wiederaufbereitungsanlage bei Wackersdorf
behandelt, die sie selbst in ihrer Jugend miterlebt habe. Nach
Recherchen und Befragung von älteren Zeitzeugen habe schließlich ihr
Roman entstehen können. Auch erklärte sie den Schülern, dass nicht
von vornherein, beim Beginnen eines Buches feststehe, welche Art von
Text es werden solle, beispielsweise ob Roman oder Kurzgeschichte,
sondern dass das Schreiben anfangs völlig frei sei und der Umfang
sich je nach Handlungsverlauf entscheide.
Verena Rupprecht, Q12/2d5
Foto:privat
|
Anschrift:
Willibald-Gluck-Gymnasium
Dr.-Grundler-Straße 7
92318 Neumarkt
Tel: 09181-4720
Impressum
Die nächsten Termine| 18.05 Schriftliches Abitur Mathematik |
| 21.05 Probeunterricht für beide Neumarkter Gymnasien am OG (bis 23. Mai) |
| 22.05 Colloquium Abitur (1. Teil) bis 25.5. |
| 25.05 Letzter Schultag vor den Pfingstferien; UNTERRICHTSSCHLUSS um 12.15 Uhr |
| 26.05 Beginn der Pfingstferien (bis einschließlich 10.06.) |
| 11.06 Colloquium Abitur (2. Teil) bis 14.6. |
Alle Termine
Die Ganztagesklasse am WGG
 Knobelecke
|