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Klasse 5f - Künstlerischer Wettbewerbsbeitrag zum Gluck-Codex
Im Herbst 2008 fasste die Klasse 5f mit ihrer Klassenleiterin Nina Eckert den Entschluss die bisher weiße Wand ihres Klassenzimmers (208) bildnerisch zu gestalten. Als Kunstlehrerin dieser mir sehr sympathischen Klasse war ich gerne bereit mit den Kindern eine Idee dafür zu entwickeln und diese bald möglichst in die Tat um zu setzen. Zudem bot es sich an auf die Teilnahme am damals frisch ausgeschriebenen Wettbewerb hin zu arbeiten. Ausgangspunkt für die bildnerischen Überlegungen war es ein Motiv zu wählen mit dem sich Jungen und Mädchen gleichermaßen identifizieren konnten. Außerdem sollten alle Codex-Werte genannt werden. Nachdem zwei Jungs aus der Klasse einen Entwurf mit einem feuerspeienden Drachen entwickelt hatten, wollten die Mädchen ein weibliches „Symboltier“ mit einbringen. Im Gespräch kamen wir auf das Einhorn, das durch verschiedene in dieser Altersgruppe bekannte Figuren (z.B. Prinzessin Lillifee, Harry Potter) im Gegensatz zur ursprünglichen mittelalterlichen Bedeutung positiv besetzt ist, d.h. sanftmütig und doch kraftvoll.
Schwierig war es die Vorstellung der Jungs vom Feuerschwall mit dem Text und einer möglichen Äußerung des Einhorns zusammen zu bringen (ein Drache kann bekanntermaßen Feuer speien, aber was speit ein Einhorn...???). Die Mädchen hatten den Einfall mit dem „Zaubernebel“, der dem Horn des Tieres entweichen könnte. Da die Zeit bis zum von den Tutoren festgelegten Termin für die Malaktion immer knapper wurde und die Kompliziertheit des Arrangements die Fähigkeiten von Fünftklässlern doch leicht überbeansprucht hätte, entschloss ich mich den entgültigen Entwurf für das Wandbild selbst anzufertigen. Die Weisungen der Schüler (Drache: gefährlich aussehen lassen, Einhorn: lieb, Werte in der Mischungswolke aus Feuer und Zaubernebel) versuchte ich möglichst genau zu befolgen.
An den zwei Freitagnachmittagen der Malaktion selbst fiel den Tutoren aus der Klasse 10b und einem aus der 9a die wichtige Aufgabe zu die jeweils nicht malenden Schüler mit Spiel und Spaß bei Laune zu halten, weil nur maximal acht Schüler gleichzeitig mit mir am Wandbild arbeiten konnten. Die Tutoren haben dieses Projekt hervorragend betreut. Ohne sie wäre es nicht möglich gewesen, dass doch fast alle Schüler der Klasse an der Ausführung beteiligt werden konnten. Und dass es sich hierbei nicht um ein einfaches Ausmalen von Umrissen handelte, sondern differenzierte Farbverläufe und Schattierungen aufgetragen werden mussten, kann jeder unschwer erkennen. Die Schüler haben hierbei viel über das „Wesen des Malerischen“ gelernt.
Anmerkung: Die Schlagworte des Gluck-Codex mussten der Bildwirksamkeit wegen leider auf sechs gekürzt werden, sie kamen in der Durchführung des Projekts jedoch allemal zum Tragen.
für die 5f: Bella Täffner
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Anschrift:
Willibald-Gluck-Gymnasium
Dr.-Grundler-Straße 7
92318 Neumarkt
Tel: 09181-4720
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