Biologie am WGG
Selbstverständnis und Aufgaben des Biologie-Unterrichts
- Was hat ein süßer Pausensnack mit dem Urwald in Indonesien zu tun?
- Wie wirkt sich der darin enthaltene Zucker auf meinen Körper aus?
- Und was geht mich eigentlich der Urwald in Indonesien an?
Die Vermittlung von tragfähigem und anschlussfähigem Wissen über die
biologischen Grundlagen sowohl des eigenen, menschlichen Lebens als
auch der globalen Zusammenhänge bilden nach wie vor die Basis modernen
Biologieunterrichts.
Auf dem Weg zu diesem Wissen lernen die Schülerinnen und Schüler
darüber hinaus Methoden und Kompetenzen, die ihnen den weiteren
Wissenserwerb erleichtern und sie vor allem in die Lage versetzen,
Informationen zu beschaffen, auszuwerten, zu interpretieren und zu
bewerten. Unser Unterricht möchte Wegweiser in die vielfältigen
Fachrichtungen der Biologie sein, Hilfestellung im Umgang mit der
Wissensexplosion im Bereich der Biowissenschaften anbieten und dabei
auch die Kompetenzen vermitteln, die von der Kultusministerkonferenz
in
den Einheitlichen Prüfungsanforderungen ↗
festgelegt wurden.
Ziel ist es, junge Menschen zu befähigen, in für sie wichtigen und
gesellschaftlich relevanten Fragen (z.B. Ernährung und Gesunderhaltung
des Körpers, Gentechnik und Biotechnologie, Umwelt und Naturschutz,
Humanbiologie und Evolutionstheorie) zu eigenen Überzeugungen zu
gelangen und diese (bzw. den Weg dahin) auch in Form von Schaukästen,
Referaten, Facharbeiten, Jugend-forscht-Arbeiten etc. darstellen zu
können.
„Die von der Natur ausgehende Faszination und das Wissen, dass der
Mensch seine Umwelt tiefgreifend beeinflusst, zugleich aber Teil
derselben ist, führen die Schüler zur Achtung vor dem Lebendigen und
zur Verantwortlichkeit des Menschen für sein Handeln.“
(aus: Fachprofil Biologie ↗)
Die Faszination des Faches spiegelt sich auch im Wahlverhalten der
Oberstufenschüler: rund zwei Drittel der Schüler belegen Biologie in
Q11, in Q12 ca. die Hälfte des Jahrgangs.
Weitere Details zu den Lehrplänen der einzelnen Jahrgangsstufen finden
sich hier:
Natur und Technik (Biologie (5) bzw. Biologie und Informatik (6)) ↗
Biologie ↗
Fachräume und andere Lernorte
Biologie-Unterricht findet hauptsächlich in den drei gut
ausgestatteten Fachräumen statt. Zwei Lehrsäle mit gestufter
Bestuhlung, Beamer und Internetanschluss ermöglichen optimale
Präsentationen und eine große Bandbreite an Unterrichts- oder
Sozialformen.
Im Biologie-Übungssaal befinden sich außerdem an allen Plätzen Gas-
und Elektroanschlüsse für Experimente, die v.a. in der
q5. Jahrgangsstufe (Natur und Technik) durchgeführt werden. Eine große
Anzahl von Schülermikroskopen erlaubt mikroskopisches Arbeiten in
Klassenstärke.
„Natürlich“ bietet auch das gesamte Schulgelände eine Kulisse für
biologischen Anschauungsuntericht, ebenso wie der nahegelegene Kanal
und Museen in der Region (z.B. Eichstätt, Regensburg, Nürnberg).
Biologiesammlung und Medien
In der umfangreichen und ständig aktualisierten Sammlung finden
sich zahlreiche Modelle von Organen und Organsystemen, Präparate
verschiedenster Tiere, aktuelles Experimentiermaterial, diverse
Dia-Reihen und andere Medien um den Unterricht abwechslungsreich,
anschaulich und motivierend zu gestalten. Dabei wird auch das Angebot
des Kreismedienzentrums intensiv genutzt.
Eine schuleigene Seite
mit Materialien für
den Biologieunterricht befindet sich im Aufbau.
Fachschaft und Seminar
Zur Fachschaft Biologie gehören derzeit elf hauptberufliche und
zwei nebenberufliche Lehrkräfte sowie zwei Studienreferendare im
Zweigschuleinsatz. Durch die regelmäßige Teilnahme an Fortbildungen
und durch die Ausbildung von Referendaren erhält die Unterrichtspraxis
der gesamten Fachschaft wichtige Impulse aus der aktuellen
pädagogisch-didaktischen Diskussion.
Jugend forscht und Schüler experimentieren
Schon über viele Jahre hinweg nimmt eine vergleichsweise große Zahl
an Schülerinnen und Schülern des WGG am deutschlandweiten
Wettbewerb „Jugend forscht“ ↗ teil.
Vor allem Teilnehmer aus den Leistungskursen schnitten dabei insgesamt mit
großem Erfolg
ab.
Zur Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses gibt es seit
2008/2009 einen Kurs „Schüler experimentieren“, in dem v.a. Schüler
der Unterstufe zum Formulieren naturwissenschaftlicher Fragen oder
technischer Probleme motiviert und bei deren experimenteller
Bearbeitung begleitet werden.
Außerschulische Partner
Kontakte mit der Berufswelt herzustellen und Einblicke in
Unternehmen, Behörden und das Arbeitsleben zu vermitteln sind
insbesondere Anliegen der P- (und W-) Seminare in der
Qualifikationsphase (Oberstufe) des Gymnasiums. Im Abiturjahrgang
2009/2011 wurden im Rahmen der P-Seminare mit Leitfach Biologie
beispielsweise Kontakte zu Gartenbaubetrieben, Baustoffunterneqhmen,
Landratsamt (Untere Naturschutzbehörde), Beratungsstellen, AOK,
Unternehmen der Energiebranche, Bund Naturschutz etc. hergestellt und
genutzt.
Im Rahmen von Jugend-forscht ergeben sich ebenfalls Kooperationen mit
örtlichen Unternehmen, etwa wenn spezielle Laborgeräte benötigt
werden. Im Rahmen der Umwelterziehung führen Schülerinnen und Schüler
der sechsten Jahrgangsstufe auf freiwilliger Basis eine
Spendensammlung für den Landesbund für Vogelschutz durch.
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